Berlin '36

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    Berlin '36

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    Berlin 1936: Die Amerikaner drohen, die Olympischen Spiele zu boykottieren, sollten im deutschen Olympia-Kader keine jüdischen Sportler vertreten sein. Aus diesem Grund wird die Jüdin Gretel Bergmann, die überragende Hochspringerin dieser Zeit, in das deutsche Trainingslager aufgenommen. In den Augen der Nazis darf Gretel aber auf keinen Fall gewinnen: Der Reichssportführer schickt gegen Gretel die bis dahin unbekannte "Konkurrentin" Marie Ketteler ins Rennen um die Olympia-Qualifikation - sie soll Gretel übertreffen. Doch die Nationalsozialisten haben nicht damit gerechnet, dass sich die beiden Außenseiterinnen und vermeintlichen Konkurrentinnen nach anfänglichen Problemen anfreunden. Am Ende muss sich zeigen, ob die beiden gemeinsam gegen die Intrige der Nazis ankämpfen oder ob der sportliche Ehrgeiz überwiegt...

    Filmdaten
    Jahr/Land 2009 / Deutschland
    Genre Drama
    Regie Kaspar Heidelbach
    Drehbuch Lothar Kurzawa
    Vorlage Eric Friedler
    Kamera Achim Poulheim
    Schnitt Hedy Altschiller
    Musik Arno Steffen
    Länge 101 Minuten
    Darsteller
    Karoline Herfurth Gretel Bergmann
    Sebastian Urzendowsky Marie Ketteler
    Axel Prahl Hans Waldmann
    August Zirner Edwin Bergmann
    Maria Happel Paula Bergmann
    Franz Dinda Rudolph Bergmann
    Johann von Bülow Karl Ritter von Halt

    Kritiken

    filmstarts.de: „Berlin '36“ ... buddelt eine alte Nazi-Anekdote aus, um sie mit einer recht namhaften Besetzung und gelackt-unspektakulären Bildern zum deutschen Blockbuster zu pushen. Das ist nicht nur deshalb schief gegangen, weil der Film diesen öden und handzahmen Fünfziger-Muff atmet, sondern vor allem, weil „Berlin ’36“ nicht wie Kino, sondern vielmehr wie ein leidlich ambitionierter Fernsehfilm anmutet.

    kino.de: Letztlich geht es in "Berlin '36" aber eben nicht um Sport, sondern um Politik, und Heidelbach arbeitet die Infamie und Perfidie, mit der die Schergen der NSDAP Bergmanns Karriere systematisch zerstören, sehr gut heraus.