Belle Epoque

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    Filmstab

    Regie Fernando Trueba
    Drehbuch Rafael Azcona
    Vorlage Geschichte von Rafael Azcona, José Luis Garcia Sanchez, Fernando Trueba
    Kamera José Luis Alcaine
    Schnitt Carmen Frias
    Musik Antoine Duhamel
    Produktion Fernando Trueba für PCSA, Lola Films, Animatografo, French Production

    Darsteller

    Luz Penélope Cruz
    Clara Miriam Díaz Aroca
    Juanito Gabino Diego
    Manolo Fernando Fernán Gómez
    Danglard Michel Galabru
    Violeta Ariadna Gil
    Don Luis Augustin González
    Dona Asun Chus Lampreave
    Amalia Mary Carmen Ramirez
    Fernando Jorge Sanz
    Rocio Maribel Verdú

    Kritiken

    Dirk Jasper: Der Titel "Belle Epoque" dieser hinreißenden spanischen Erotik-Komödie ist doppeldeutig. Gemeint ist die ereignisreiche Phase im Leben des jungen Fernando, in der er die Liebe entdeckt und eine schmerzhaft-schöne "Erziehung des Herzens" erlebt. Gemeint ist aber auch jene geschichtliche Periode in den 30er Jahren, als Spanien zwischen abgedankter Monarchie und aufkommendem Faschismus eine kurze Zeit der Freiheit und der utopischen Hoffnung erlebte und von vielen alten Moralvorstellungen erleichtert Abschied nahm. "Belle Epoque" verbindet die beiden Aspekte überzeugend zu einem höchst unterhaltsamen, sinnlichen und hintergründig-komischen Bilderbogen voller Nostalgie und Lebensfreude. "Belle Epoque" wurde nicht nur in Spanien zu einem überwältigenden Erfolg. Nachdem der Film den nationalen spanischen Filmpreis in insgesamt neun Kategorien gewonnen hatte, folgte der große internationale Triumph: der Hollywood "Oscar" für den besten fremdsprachigen Film 1993.

    Berliner Morgenpost: Das Viermädelhaus verwandelt sich zum Tollhaus der Gefühle, der herzigen wie der komischen Katastrophen, wobei die junge Witwe Clara erotisch ebenso aktiv wird wie die schöne Rocio. Selbst die lesbische Violeta schreitet zum Angriff, nachdem sie sich karnevalistisch als feschen Soldaten und den hübschen Fernando als Kammerkätzchen herausgeputzt hat. Und auch für Luz, die Jüngste, die Jungfrau, wird noch die Stunde schlagen ... Spaniens Star Fernando Fernán Gómez, der kulleräugige Jorge Sanz und ein bezauberndes Damenquartett holten sich einen Riesenerfolg.

    Der Spiegel 50/1993: eine amüsante Parodie auf das alte Spanien, auf König und Krieger, Kirche und Keutschheit.