Bella Martha

    Aus Film-Lexikon.de

    Da Männer lieber mit ihr schlafen als mit ihr essen, und Martha lieber für sie kocht, als mit ihnen auszugehen, hat sie schon lange mit keinem mehr ihr Glück versucht. Als Chefköchin arbeitet sie sechs Tage in der Woche am Herd des französischen Restaurants "Lido". Der Kochkunst gilt ihre ganze Leidenschaft; andere Dinge haben keinen Platz in Marthas Leben. Als ihre Schwester bei einem Autounfall ums Leben kommt, übernimmt Martha vorübergehend die ungewohnte Rolle der Ersatzmutter für ihre achtjährige Nichte. Lina leidet sehr unter dem Tod der Mutter, will vor Kummer nichts essen und von Martha nichts wissen. Um zu verhindern, dass Lina in ein Heim kommt, versucht Martha, Linas Vater ausfindig zu machen, der, von der Existenz seiner Tochter nichts ahnend, in Italien lebt. In der Zwischenzeit gerät Marthas zurückgezogenes Leben immer mehr aus den gewohnten Bahnen. Die Besitzerin des "Lido" stellt in Marthas Abwesenheit kurzerhand einen zweiten Chefkoch ein - den lebensfrohen Italiener Mario. Martha wittert Konkurrenz und macht Mario das Leben schwer. Doch mit seinem Charme und seinen Kochkünsten begeistert Mario schon bald nicht nur Belegschaft und Gäste - es gelingt ihm auch, Linas verlorengegangenen Appetit wieder zu wecken. Und Martha? Sie versteht weder etwas von italienischer Küche, noch von Kindern, und nun erobern sowohl Lina als auch Mario nach und nach ihr Herz. Aber dann steht plötzlich Linas Vater vor der Tür - und Martha muss sich entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist ...



    Filmstab

    Regie Sandra Nettelbeck
    Drehbuch Sandra Nettelbeck
    Kamera Michael Bertl (BVK)
    Schnitt Mona Bräuer
    Musik Keith Jarrett, Arvo Pärt, David Darling
    Produktion Karl Baumgartner, Christoph Friedel

    Darsteller

    Sam Ulrich Thomsen
    Martha Martina Gedeck
    Mario Sergio Castellitto
    Lina Maxime Foerste
    Frida Sibylle Canonica
    Lea Katja Studt
    Bernadette Idil Üner
    Carlos Antonio Wannek
    Jan Oliver Broumis
    Therapeut August Zirner

    Kritiken

    film-dienst 08/2002: Lebens- und Liebesgeschichte mit leicht komödiantischen Akzenten, die von der subtilen Beschreibung der hervorragend interpretierten Hauptfigur zehrt, wodurch die Trivialität der Fabel weitgehend aufgehoben wird.

    Der Spiegel 16/2002: Sandra Nettelbecks Film widersteht jedoch der filmischen Völlerei und achtet stattdessen auf die schlanke erzählerische Linie: ein bisschen Liebe, ein bisschen Freundschaft, eine Prise Tragik. Dennoch ist nicht Schmalhans Küchenmeister, sondern die bezaubernde Martina Gedeck.

    Kultur Spiegel 04/2002: Martina Gedeck als Ersatzmutter und Köchin, die die Zutaten für ihr privates Glück nicht in einen Topf bekommt. Anrührend betulich.


    Wertungen

    4.6 Sterne
    5 Bewertungen
    Original Mostly Martha
    Jahr/Land 2001 / Deutschland, Österreich
    Genre Liebeskomödie
    Film-Verleih Universal Pictures International Germany GmbH
    Laufzeit 109 Minuten
    Kinostart 18. April 2002