Basta. Rotwein oder Totsein

    Aus Film-Lexikon.de

    11451 poster.jpg

    Oskar ist mit Leib und Seele Koch. Aber Knochen bricht er nicht nur in der Küche. Seine Spezialität ist der Schuss in die Kniescheibe. Als Geldeintreiber für die Russenmafia hat er es in der Wiener Unterwelt zu Ruhm und Ansehen gebracht. Doch jetzt will Oskar aussteigen.

    Er hat nämlich Maria kennen gelernt, die Frau fürs Leben. Und Maria verabscheut Gewalt. Die Gefängnispsychologin glaubt, dass man alle Probleme mit Atemübungen und therapeutischen Gesprächen lösen kann. Aber in Oskars Welt herrschen andere Therapierezepte.

    Der unerbittliche Pate Konstantin ist Feinschmecker, Oscars Boss und sein ältester Freund. Er lässt Oskar ziehen, aber nur, wenn Oskar zuvor den Mörder von Konstantins Tochter, den sadistischen Bordellbesitzer Leo, zu Hackfleisch verarbeitet. Valentin, Konstantins Ziehsohn, und der tumbe Belmondo sollen Oskar dabei unterstützen.

    Valentin bewundert Oskar und folgt ihm auf Schritt und Tritt. So trifft er auf die verführerische Verlagsdame Diana, bei der Oscar sein Enthüllungsbuch „Secrets“ veröffentlichen möchte, das ihm den Absprung finanzieren soll. Diana, übrigens die beste Freundin von Oskars Maria, verknallt sich auf der Stelle in den sexy Gangster Valentin.

    Als der Pate Konstantin von Oskars Buch Wind bekommt, wittert er Verrat Und plötzlich sind nicht nur zwei übereifrige Polizeibeamte hinter Oskar her, sondern auch seine eigenen Leute.

    Kochen braucht Mut. Dieser Satz steht in japanischen Schriftzeichen auf Oskars Rücken tätowiert. Und mit dem Mut der Verzweiflung kämpft Oskar um die Zukunft seiner Liebe ...



    Filmstab

    Regie Pepe Danquart
    Drehbuch Chris Kraus, Martin Daniel, Pepe Danquart, Milan Dor
    Vorlage Story von Mike Majzen
    Kamera Carl-Friedrich Koschnick
    Schnitt Britta Nahler
    Musik Walter W. Cikan, Marnix Veenenbos
    Produktion Michael Bindlechner, Gerd Huber, Danny Krausz, Kurt Stocker

    Darsteller

    Oskar Henry Hübchen
    Valentin Moritz Bleibtreu
    Maria Corinna Harfouch
    Diana Nadeshda Brennicke
    Konstantin Karlheinz Hackl
    Belmondo Roland Düringer
    Leo Paulus Manker
    Nowak Josef Hader
    Klein Georg Veitl
    Paul Vincent Klink

    Kritiken

    Dirk Jasper: Basta. Rotwein oder Totsein ... Kochen und Killen: eine kulinarische Gangsterkomödie mit viel schwarzem Wiener Humor.

    Reinhard Kleber (Rhein-Zeitung 29. April 2005): Sein Film Basta. Rotwein oder Totsein ist eine respektlos sarkastische Gangsterfarce über das Wiener Haltweltmilieu mit hohem Amüsierwert. (...) Für Corinna Harfouch ist die Rolle ein gefundenes Fressen; aber auch das übrige, von Henry Hübchen angeführte Ensemble nutzt den grellen Stoff für glänzende Auftritte. In seiner Mafia-Farce schreckt Pepe Danquart nicht vor brutalen Gewaltszenen und groben Geschmacklosigkeiten zurück, balanciert sie aber immer mit einem gewissen Augenzwinkern und einem gekonnten Spiel mit Klischees aus. Neben einfallsreichen Slapstick-Szenen setzt Pepe Danquart auch auf trockenen Dialogwitz und viele Anspielungen auf Mafia-Klassiker.

    film-dienst 09/2005: Die fade Gaunerkomödie will Reverenz ans amerikanische Kriminalgenre und zugleich dessen Persiflage sein. Doch plumpe Stereotypen und Klischees bieten kaum Raffinesse und bedienen lediglich gängigen Serienrealismus.