Baran

    Aus Film-Lexikon.de

    Der junge Lateef arbeitet auf einer Baustelle, wo er die illegalen afghanischen Arbeiter mit Tee und Essen versorgt. Als sich einer der Männer bei einem Sturz schwer verletzt, muss dies vor den Behörden geheim gehalten werden. Am nächsten Tag taucht Rahmat, der Sohn des Mannes auf, um dessen Stelle zu übernehmen. Doch der Junge erweist sich als viel zu zart und schwach für die schwere Arbeit. Memar, der Aufseher, entscheidet, dass Lateef und Rahmat ihre Aufgaben tauschen sollen. Aus Wut über diese Regelung sabotiert Lateef diese Anweisung, wo er nur kann. Doch dass geschieht etwas, das Lateefs Leben völlig verändert. Aus Rahmats Zelt erklingt Gesang, doch hinter dem Vorhang sieht Lateef nicht Rahmat, sondern ein wunderschönes Mädchen. Rahmat ist in Wirklichkeit eine junge Frau. Gebannt beobachtet Lateef, wie sie sich die langen Haare kämmt. Er ist völlig bezaubert. Eine schüchterne Liebesgeschichte entspinnt sich zwischen den beiden ...



    Filmstab

    Regie Majid Majidi
    Drehbuch Majid Majidi
    Kamera Mohammad Davudi
    Schnitt Hassan Hassandoost
    Musik Ahmad Pezhman
    Produktion Seyed Said Seyedzadeh

    Kritiken

    film-dienst 94/2003: Die einfach strukturierte, universelle Geschichte einer Initiation beleuchtet sozial genau die Lebensbedingungen afghanischer Flüchtlinge im Iran. Ein Film voller naturalistischer, aber auch poetischer Bilder, der ohne Melodramatik von Solidarität und Hoffnung erzählt.

    Cinema 03/2003: Der preisgekrönte Film des Iraners Majid Majidi lüftet den Schleier und gewährt einen Blick auf den Alltag in seiner Heimat, das Schicksal afghanischer Flüchtlinge und der Frauen in Zeiten der Burka.