Audition

    Aus Film-Lexikon.de

    Sieben Jahre nach dem Tod seiner Frau beschließt der Geschäftsmann Aoyama, eine neue Frau zu suchen. Sein engster Freund, von Beruf TV-Produzent, ist ihm behilflich und veranstaltet eigens ein Vorsprechen attraktiver Kandidatinnen, angeblich für die weibliche Hauptrolle einer geplanten Fernsehserie. Eine eher ausgefallene Art der Partnersuche, die aber mit der ebenso schönen wie rätselhaften Asami "belohnt" wird. Eine fast zu perfekte Liebesromanze bahnt sich an. Doch bald entdecken die beiden Männer Ungereimtheiten in der Biographie der Erwählten, deren Vergangenheit voller dunkler Geheimnisse erscheint ....



    Filmstab

    Regie Takashi Miike
    Vorlage Ryu Murakami
    Kamera Hideo Yamamoto
    Schnitt Yasushi Shimamura
    Musik Koji Endo
    Produktion Akemi Suyama, Satoshi Hukushima

    Darsteller

    Aoyama Shigeharu Ryo Ishibashi
    Asami Yamazaki Eihe Shiina
    TV-Produzent Myuki Matsuda
    Aoyamas Sohn Renji Ishibashi

    Kritiken

    Dirk Jasper: "Audition" ist Takashi Miikes inhaltlich und ästhetisch ausgereiftester Film, aber auch sein extremster, der die Grenzen des Darstellbaren auf eine Art und Weise neu definiert, wie es Europas Kunst- und Unterhaltungskino kaum möglich wäre. Von feministischen Interpretationen bis hin zu Huldigungen als neues Meisterwerk des Horrorfilms reicht die Bandbreite der Lobpreisungen.

    film-dienst 2001-02: Mit kunstvoller Zurückhaltung inszeniertes Horrordrama, das zunächst nur mininale Andeutungen auf das grausame Ende zulässt, dann aber den Zuschauer im Ungewissen hält, ob es sich um einen Albtraum oder um Wirklichkeit handelt. Entsprechend lässt sich der Film nicht nur als Gruselmär, sondern auch als psychische Zustandsbeschreibung verstehen, die nicht zuletzt den Geschlechterkampf paraphrasiert.

    Cinema 2001-02: Asami (Eihe Shiina) rächt sich an der Männerwelt für erlittene Misshandlungen. Takashi Miike inszenierte einen kompromisslosen Albtraum, der Männern den Schlaf rauben dürfte.