Atomic Blonde

    Aus Film-Lexikon.de

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    Wir schreiben das Jahr 1989 in Berlin, am Vorabend des Falls der Berliner Mauer und der damit einhergehenden Neuausrichtung der Allianzen der Supermächte. Wenn es schon an einem herkömmlichen Tag im Spionagegeschäft schwer ist zu wissen, wem man vertrauen kann, ist es nun, mitten auf dem Pulverfass, welches die kälteste Stadt der Welt gerade ist, schier unmöglich. Lorraine Broughton (Theron), eine ebenso eiskalte wie verführerische Topagentin des MI6, wird nach Deutschland geschickt, um einen brutalen Spionagering auszuheben, der gerade aus noch unbekannten Gründen einen befreundeten Geheimagenten eliminiert hat.

    Gleich nach ihrer Ankunft gerät Lorraine ins Visier der Killer. Doch sie überlebt und erklärt sich bereit, gemeinsame Sache mit dem waghalsigen Berliner Stationsleiter David Percival (McAvoy) zu machen. Ein wachsames Auge auf die beiden wirft der hochrangige CIA-Agent Emmett Kurzfeld (Goodman), der aus den USA nach Berlin geschickt wurde, um Broughtons Mission aus nächster Nähe zu überwachen. Außerdem stellt Lorraine fest, dass ihr die französische Spionin Delphine Lasalle (Boutella) auf Schritt und Tritt folgt. Und deren Interesse ist durchaus auch persönlicher Natur: Die beiden Frauen lassen sich auf eine glühend heiße Affäre ein.

    All diese Agenten – und noch weitere in ihrem Umfeld – versuchen, einer Bedrohung Herr zu werden, die sämtliche Spionage-Aktivitäten des Westens gefährdet: eine Liste mit den Identitäten und aller persönlichen Details der westlichen Agenten, die gegenwärtig in Berlin operieren – gesammelt und erstellt von einem ostdeutschen Stasi-Offizier. Der Mann, von dem man glaubt, dass er in Besitz der auf Mikrofilm festgehaltenen Liste ist, wird Spyglass (Marsan) genannt. Obwohl sie einander nicht sonderlich vertrauen, sind Broughton und Percival fest entschlossen Spyglass zu befragen und in den Besitz der Liste zu kommen. Wenn es ihnen denn gelingt, ihn – und damit auch die Liste – zu finden.

    Inmitten der eisigen Kälte und kurz bevor die Mauer fällt, erreicht die Spannung ihren Siedepunkt. Die Zeit rennt davon und Broughton muss ihr ganzes Können ausspielen, um jede neue Herausforderung zu meistern, alle erdenklichen Gegner auszuschalten und jeden Verrat, sowohl professioneller wie auch persönlicher Natur, zu sühnen.





    Filmstab

    Regie David Ali Leitch
    Drehbuch Kurt Johnstad
    Vorlage "The Coldest City" von Antony Johnston
    Kamera Jonathan Sela
    Schnitt Elísabet Ronaldsdóttir
    Musik Tyler Bates
    Produktion Charlize Theron, Beth Kono, A. J. Dix, Kelly McCormick, Eric Gitter, Peter Schwerin

    Darsteller

    Lorraine Broughton Charlize Theron
    David Percival James McAvoy
    Delphine Sofia Boutella
    Gray Toby Jones
    Merkel Bill Skarsgård
    CIA Agent John Goodman
    Spyglass Eddie Marsan
    C James Faulkner
    Watchmaker Til Schweiger

    Kritiken

    www.cinetastic.de Ronny Dombrowski: David Leitch’s „Atomic Blonde“ ist zweifelsohne die Antwort auf „John Wick“. Eine großartige Berliner Kulisse, atemberaubende Choreografien und eine beeindruckende Charlize Theron, die als taffe MI6-Agentin nahezu jeden auf die Bretter schicken kann. Für Freunde des Action- und Agentenkinos sehr zu empfehlen.

    www.blogbusters.ch Jeannette Wölfli: Eine Menge Neon, Stil und blaue Flecken: Atomic Blonde prügelt sich kühn und gnadenlos durch zwei unterhaltsame Stunden Actionkino.

    www.film-rezensionen.de Thorleiv Nicolai Klein: Agenten soweit die Berliner Mauer reicht, aber von denen weiß auch niemand, was eigentlich los ist. Der Film ist eine Augenweide und setzt viele individuelle Bestmarken, bleibt allerdings im Gesamtbild, aufgrund der irritierenden Dreh- und Angelpunkte weit hinter den gewonnenen Reizen zurück.