Assault - Anschlag bei Nacht

    Aus Film-Lexikon.de

    Als sechs Mitglieder einer Straßengang in Los Angeles in eine Polizeifalle geraten und brutal zusammengeschossen werden, schwören die restlichen Bandenmitglieder Rache. Fast wie zur Übung schießen sie einen Eisverkäufer und ein kleines Mädchen über den Haufen. Der Vater des Mädchens tötet daraufhin den Mörder und flüchtet in das abseits gelegene Polizeirevier 13.

    Und hier nimmt das Verhängnis seinen Lauf, denn dieses Revier wird unter Aufsicht von Polizeileutnant Ethan Bishop gerade aufgelöst. Zur gleichen Zeit hält ein Gefangenentransport vor dem Revier - einer der drei Verbrecher braucht dringend einen Arzt. In diesem Moment eröffnet die Bande das Feuer. Einige Beamte werden während der folgenden Schußwechsel getötet, auch der kranke Verbrecher stirbt.

    Ein Hilferuf ist unmöglich, denn die Telefonleitungen sind bereits gekappt - offiziell existiert das Revier ja schon nicht mehr. Und so sind bald nur noch Bishop, die tapfere Sekretärin Leigh, der geschockte Vater des Mädchens und ein berüchtigter Mörder übrig - vier Menschen in einer tödlichen Falle ...

    © Fred König



    Filmstab

    Regie John Carpenter
    Drehbuch John Carpenter
    Kamera Douglas Knapp
    Musik John Carpenter

    Darsteller

    Leutnant Ethan Bishop Austin Stoker
    Napoleon Wilson Darwin Joston
    Leigh Laurie Zimmer
    Lawson Martin West
    Wells Tony Burton
    Starker Charles Cyphers
    Julie Nancy Loomis

    Kritiken

    Dirk Jasper: "Assault - Anschlag bei Nacht" war der zweite Film John Carpenters. Wie in vielen seiner Werke geht es hier um Bilder blinder, exzessiver Gewalt, die starke Bedrohungsgefühle hervorrufen. Das Handlungsmotiv einer eingeschlossenen Polizeistation ist dem Western "Rio Bravo" (1959) von Howard Hawks entnommen. Im Gegensatz zur Vorlage gibt es in der kammerspielartigen Carpenter-Verfilmung weder Hoffnung noch Humor. Akteure wie Zuschauer sind von einer Atmosphäre tiefster Aussichtslosigkeit gefesselt.

    Lexikon des internationalen Films: Ein mit filmgeschichtlichen Zitaten durchsetzter, nach dem Muster typischer Howard Hawks-Geschichten kalt, perfekt und mit stellenweise zynischer Glätte inszenierter Thriller. John Carpenters zweiter Spielfilm, wie sein Vorgänger inzwischen ein Kultobjekt für Cineasten.