Ariel - Losers

    Aus Film-Lexikon.de



    Filmstab

    Regie Aki Kaurismäki
    Drehbuch Aki Kaurismäki
    Kamera Timo Salminen
    Schnitt Raija Talvio
    Musik Olavi Virta, Rauli Somerjoki
    Produktion Aki Kaurismäki

    Darsteller

    Taisto Kasurinen Turo Pajala
    Irmeli Susanna Haavisto
    Mikkonen Matti Pellonpää
    Riku Eetu Hilkamo
    Bergarbeiter Erkki Pajala
    Räuber Matti Jaaranen
    Komplize Hannu Viholainen
    Tallymann Jorma Markkula

    Kritiken

    Dirk Jasper: Die ironische Aussteigergeschichte "Ariel" ist Road Movie, Gangsterdrama und Liebesgeschichte zugleich. Aki Kaurismäkis lakonisch knapp erzählte Filmballade über einen arbeitslosen Bergarbeiter begründete zusammen mit dem Kultfilm "Leningrad Cowboys Go America" den internationalen Ruhm des heute 39jährigen Autodidakten. Kaurismäkis kurze, schnelle Filmerzählungen sind aber weit entfernt von platter Sozialkritik und pädagogischem Aufklärungsbemühen. Voll Ironie und trockenem Humor beschreibt der finnische Filmemacher in "Ariel" die Bemühungen seines "naiven" Helden, in der Großstadt Helsinki seinen Weg zu machen: eine sarkastische Ballade über die Unmöglichkeit, in einer Geld- und Leistungsgesellschaft ohne Lohn und Brot ehrbar zu bleiben.

    tip: Eine einfache, aber anrührende Kinogeschichte mit tragischen und komischen Elementen - der konsequenteste und beste Film des jungen finnischen Regisseurs. Aki Kaurismäki spielt ironisch mit Klischees und Mustern des amerikanischen Genre-Kinos, ohne dabei seine Figuren und seine Geschichte zu verraten.

    Lexikon des internationalen Films: Eine melo-komödiantische Glückssuche vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die von Schmutz und Misstrauen geprägt ist. Voller Poesie, knapp und schnörkellos erzählt und doch auch einem schonungslosen Realismus bei der Beschreibung gesellschaftlicher Zustände verpflichtet. Sehenswert.