Aprile

    Aus Film-Lexikon.de

    Bei Nanni und seiner Frau Silvia kündigt sich Nachwuchs an. Niemand leidet mehr unter der Schwangerschaft als ausgerechnet der zukünftige Vater, der sich plötzlich mit schwerwiegenden Problemen konfrontiert sieht: der passende Name für den Stammhalter will wohlüberlegt sein, und auch wichtige Erziehungsfragen sollte man möglichst schon vor der Geburt klären, nicht zu vergessen die Fragen aller Fragen: Wie stattet man sein Baby aus? Welchen Eindrücken darf die werdende Mutter noch ausgesetzt werden? Wie verkraftet der werdende Vater die Tatsache, daß sich nicht mehr alles um ihn dreht? Die Geburt fällt mit den nationalen Wahlen und dem ersten Sieg der Linken in der Geschichte Italiens zusammen ...



    Filmstab

    Regie Nanni Moretti
    Drehbuch Nanni Moretti
    Schnitt Angelo Nicolini
    Produktion Angelo Barbagallo, Nanni Moretti für Sacher film / Bac films

    Darsteller

    Nanni Moretti
    Silvio Orlando
    Silvia Nono
    Pietro Moretti
    Agata Apicella Morette
    Nuria Schoenberg
    Angelo Barbagallo
    Silvia Bonucci
    Quentin De Fouchecour
    Renato De Maria
    Daniele Luchetti
    Andrea Molaioli
    Nicola Piepoli
    Corrado Stajano

    Kritiken

    Dirk Jasper: Die Bereiche Familie, Arbeit und Politik vermischen und verwirren sich, schaffen einen bezaubernden und amüsanten Film, der ungeniert introspektiv ist, der sich und seinen Autor ständig parodiert.

    film-dienst 22/1998: "Aprile" ist weder Spiel- noch Dokumentarfilm, sondern ein Essay, das mit einem eigenen, unverwechselbaren Stil aus Wortkaskaden und metaphorischen Bildern die Verstrickungen, Nöte und Ausbruchsversuche eines Intellektuellen darstellt, der sich unablässig an der Wirklichkeit reibt.

    Cinema 11/1998: Die essayistischen, tagebuchähnlichen Zeit- und Zerrbilder von Regisseur Nanni Moretti sorgen - kurzfristig verschoben - erst jetzt für mildes Amüsement.