Antwone Fisher

    Aus Film-Lexikon.de

    Für Seaman Antwone Fisher ist die U.S. Navy alles, was er hat. Seine Familie kennt er nicht, eine Karriere in der Navy war für ihn der einzige Ausweg aus einer perspektivlosen Jugend. Doch der schüchterne junge Mann fällt immer wieder durch aggressives Verhalten seinen Kameraden gegenüber auf. Weil Strafen nicht fruchten, wird er zu Sitzungen mit dem Armee-Psychologen Dr. Davenport verpflichtet. Doch Antwone denkt gar nicht daran, sich diesem zu öffnen oder ihm die Gründe für sein aggressives Verhalten mitzuteilen. Eines Tages aber gelingt es Davenport, zu Fisher durchzudringen. Antwone erzählt von seiner Kindheit bei den Pflegeeltern. Von Prügeln, Misshandlungen, Angst, Demütigungen und Gehässigkeiten, die schlechter verheilen als jede Wunde. Nach einer Hand voll Sitzungen rät der Psychologe den Vorgesetzten, Antwone noch eine zweite Chance zu geben. Doch kurze Zeit später bricht der junge Heißsporn wieder alle Regeln und landet erneut in Davenports Praxis.



    Filmstab

    Regie Denzel Washington
    Drehbuch Antwone Fisher
    Kamera Philippe Rousselot, AFC/ASC
    Schnitt Conrad Buff, A.C.E.
    Musik Mychael Danna
    Produktion Todd Black, Randa Haines, Denzel Washington

    Darsteller

    Antwone Fisher Derek Luke
    Cheryl Joy Bryant
    Jerome Davenport Denzel Washington
    Berta Davenport Salli Richardson
    James Earl Billings
    Slim Kevin Connolly
    Eva Viola Davis

    Kritiken

    Dirk Jasper: Antwone Fisher ist das bewegende Psychogramm eines jungen Mannes, der sich mit Hilfe eines Navy-Psychologen auf die Suche nach seiner eigenen Vergangenheit macht, basierend auf den Memoiren von Antwone Fisher, der auch selbst das Drehbuch verfasste.

    film-dienst 12/2003: Nach wahren Begebenheiten inszeniertes Regiedebüt Denzel Washingons, das in erster Linie durch einen unreflektierten Heroismus auffällt, wobei das Drama durch überzogenes Pathos erdrückt wird.

    Rhein-Zeitung, 13. Juni 2003: Handwerklich gut gemacht, schauspielerisch bemerkenswert, aber insgesamt doch melodramatisch ziemlich überzogen.