Antares - Studien der Liebe

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    Eva ist Mitte Dreißig und hat ihren Alltag als Krankenschwester ebenso routiniert im Griff wie ihre Rolle als Ehefrau und Mutter. Plötzlich steht der Arzt Tomasz, ein Zufallsbekannter auf Durchreise, vor ihr. Einige leidenschaftliche Nächte später ist Tomasz wieder auf dem Weg zum Flughafen. Bei sich hat er Fotos von Eva in obszönen Posen - festgehaltene Momente größtmöglicher Intimität, nach denen nichts mehr so sein wird wie früher. Sonja, die Supermarktkassiererin, kämpft mit panischer Eifersucht um ihren Freund Marco. Und sie hat allen Grund dazu. Ein Kind, so glaubt sie, könnte alles ändern. Doch lässt sich Liebe durch eine Lüge erzwingen?

    Nicole hat sich vor einiger Zeit von Alex, dem Immobilienmakler getrennt. In ihrem neuen Leben als allein erziehende Mutter ist für ihn kein Platz mehr. Seine Hilflosigkeit reagiert er ab wie er es immer tut: zuerst mit Ignoranz und Überheblichkeit, schließlich mit Hass und Gewalt.

    Lebenswege, die sich in entscheidenden Momenten kreuzen, virtuos zusammengeführt zu einem Film über die Obsessionen der Liebe, über die Suche nach Nähe und die Hoffnung auf Glück. Über Angst, Einsamkeit und Mut.

    Im Sternbild des Skorpions, 500 Lichtjahre von uns entfernt, steht der veränderliche Doppelstern Antares rot und strahlend hell am Himmel. Seine einzigartige Leuchtkraft ist zugleich sein Untergang. Er wird in absehbarer Zeit als Supernova explodieren.



    Filmstab

    Regie Götz Spielmann
    Drehbuch Götz Spielmann
    Kamera Martin Gschlacht
    Schnitt Karina Ressler
    Musik Walter W. Cikan

    Darsteller

    Eva Petra Morzé
    Alfred Hary Prinz
    Tochter Xenia Ferchner
    Tomasz Andreas Patton
    Sonja Susanne Wuest
    Marco Dennis Cubic
    Nicole Martina Zinner
    Alex Andreas Kiendl

    Kritiken

    film-dienst 14/2005: Der illusionslose Forscherblick des Regisseurs erinnert an Robert Altman, hält aber weniger emotionale Distanz. Trotz der Nüchternheit, mit der die Lebenssituationen geschildert werden, hoffnungsstiftend und voller Sympathie für die Figuren.