Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde. Einer etwas merkwürdiger als der andere.

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    Adam (HUGH DANCY) ist 29. Ein smarter, gut aussehender, etwas verschlossener New Yorker, der für einen Spielwarenhersteller Mikrochips entwickelt. Ein Single, der die Routine und Makkaroni mit Käse liebt - aus der Mikrowelle, jeden Abend. Adam wohnt in einem großen Apartment und ist erstmals allein und auf sich gestellt. Denn gerade hat er seinen Vater, der sich sein Leben lang um ihn kümmerte, beerdigt.

    Beth (ROSE BYRNE) ist Lehrerin an der Vorschule. Eine kluge, attraktive Frau, die nach einer verletzenden Krisenbeziehung das Leben wiederentdecken will. Der erste Schritt ist eine neue Wohnung, in die ist sie gerade eingezogen. Der zweite eine zufällige Begegnung im Haus, die ihre Neugier weckt.

    Im Keller lernt Beth ihren neuen Nachbarn Adam kennen. Einen stillen, etwas merkwürdigen Mann, der ihr nicht in die Augen schauen und ganz offensichtlich auch nicht den Kavalier spielen kann. So trägt sie ihre Tüten eben ohne Hilfe nach oben. Aufmerksam ist Adam nicht, aber freundlich und redselig, wenn er Beth im Haus begrüßt. Mit ungewöhnlichen Gesprächseröffnungen wie: "Es gibt neue Aufnahmen vom Saturn beim Cassini-Projekt".

    Als Beth am Abend mit Freunden feiern und Adam dazu einladen will, reagiert dieser abwartend und verunsichert. Nervös sitzt er danach in seiner Wohnung, immer die Uhr und die Zeit im Blick. Als Beth schließlich anklopft und ihn abholen will, verharrt er schweigend, zieht den Schutz der Einsamkeit dem Unbekannten vor. Stunden später wartet er auf der Treppe, bis Beth nach Hause kommt. Er entschuldigt sich und zeigt ihr in seinem kleinen improvisierten Planetarium, das die Milchstraße in sein Apartment zaubert, die Sterne.




    Filmstab

    Regie Max Mayer
    Drehbuch Max Mayer
    Kamera Seamus Tierney
    Schnitt Grant Myers, Toby Yates
    Musik Christopher Lennertz

    Darsteller

    Adam Hugh Dancy
    Beth Buchwald Rose Byrne
    Marty Peter Gallagher
    Rebecca Amy Irving
    Harlan Frankie Faison
    Sam Klieber Mark Linn-Baker

    Kritiken

    Claudia Puig, USA Today : In vielerei Hinsicht ist Adam eine weitere romantische Komödie darüber, wie man eine Beziehung führt. Aber was den Film von der Flut an 20-30-Jahre-alt-Romanzen unterscheidet ist die Tatsache, dass die männliche Hälfte des Paares das Asperger-Syndrom hat. Regisseur Max Mayer behandelt die Symptome und Einschränkungen des Syndroms mit Behutsamkeit und Intelligenz. Er macht daraus kein großes Thema - aber es ist sicherlich wesentlich im Handlungsbogen, und in keinstem Sinne wird es heruntergespielt.

    Michael Kienzl, critic.de : Obwohl es ein Qualitätsmerkmal von Adam ist, die Krankheit seines Protagonisten nicht zu problematisieren, raubt gerade ein Übermaß an Harmonie dem Film die Dynamik. [...] Wenn Adam nach jeder Taktlosigkeit mit Hundeblick fragt, was er denn falsch gemacht habe, wird das Asperger-Syndrom endgültig zur liebenswürdigen Eigenschaft verklärt. [...] Die berechnende Art, mit der Adam die Marotten seines Protagonisten einsetzt, um beim Publikum Entzücken auszulösen, ist verdächtig nahe an Zemeckis' kitschigem Epos Forrest Gump dran.


    Wertungen

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    Original -
    Jahr/Land 2009 / USA
    Genre Liebeskomödie
    Film-Verleih 20th Century Fox
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 99 Minuten
    Kinostart 10. Dezember 2009