Zivilprozess
Aus Film-Lexikon.de
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Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
Dirk Jasper: Regisseur Steven Zaillians packendes Drama basiert auf einem wahren Fall, der sich in den 80er Jahren in East Woburn, Massachusetts, ereignete.
kultur SPIEGEL 04/1999: Der aalglatte Jan Schlichtmann (John Travolta) vertritt zunächst eher unwillig eine Gruppe von Eltern, deren Kinder durch Umweltgifte an Leukämie gestorben sind. Mit einer Mischung aus Größenwahn und Mitleid verbeißt er sich in den Fall, riskiert Firma und Karriere. Der Kampf gegen korrupte Konzerne ist als Thema so abgegriffen wie die Verkommenheit des amerikanischen Rechtssystems. Sehenswert allerdings, wie Robert Duvall den Platzhirsch Travolta an die Wand spielt.
TV Movie 09/1999: Vorlage war Jonathan Harrs Bestseller über den wahren Jan Schlichtmann, der in den 80er Jahren bei seinem gerichtlichen Kreuzzug 2,6 Millionen Dollar ausgeben musste. Regisseur Zaillian ist Spezialist für die Adaption wahrer Storys: Er schrieb u. a. die Drehbücher für Schindlers Liste und "Zeit des Erwachens". Es geht also auch anders als in diesen Justiz-Krachern à la Grisham "Akte" mit ihren Gut-Böse-Standards und aufgesetzten Action-Szenen. Schillernd ist gerade die Rolle von Robert Duvall, der zwar auf der "falschen Seite" kämpft, trotzdem zum Sympathieträger wird - und so den grundguten Travolta an die Wand spielt. "Zivilprozess" ist ein leiser Film, der seine ganze Spannung aus dem authentischen Fall bezieht: der Ohnmacht des einzelnen gegen die geballte Macht der Industrie.
Bemerkungen
Videostart: 1999-10-07.
Auszeichnungen
| N/W | Jahr | Kategorie | Name |
|---|---|---|---|
| nom | 1998 | Bester Nebendarsteller | Robert Duvall |
| nom | 1998 | Beste Kamera | Conrad L. Hall |
Produktion
Scott Rudin, Robert Redford, Rachel Pfeffer