Yasmin
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Rhein-Hunsrück Zeitung, 27.0.2005: Der schottische Regisseur und Schauspieler Kenny Glenaan ist bei Ken Loach und Mike Leigh in die Schule gegangen. Der lakonische Humor und die direkte Erzählweise, die präzise Milieuschilderung und der Einsatz von Laiendarstellern, all das erinnert an die Werke der britischen Altmeister des sozialkritischen Kinofilms. Allerdings arbeiten Glenaan und sein Drehbuchautor Simon Beaufoy prägnanter und humorvoller den Kontrast zwischen der liberalen westlichen Konsumgesellschaft un der traditionsbewussten Lebensweise moslemischer Einwanderer heraus. Yasmin überrascht mit einem Ende, das zeigt, wie schnell oberflächliche Akzeptanz in Intoleranz umschlagen kann.
film-dienst 11/2005: Der lehrstückartig entwickelte Film führt sinnfällig vor Augen, wie rasch die interkulturellen Annäherungen der letzten Jahrzehnte hinweggefegt werden können. Dass vor allem die Alten und Frauen unter der regressiven Entwicklung leiden, wird ebenso scharfsinnig wie zornig registriert, wobei der Film in der bitteren Erkenntnis gipfelt, dass es ein Weiterleben wie zuvor nicht geben wird.
Bemerkungen
Erste Aufführung: 7. August 2004, Locarno Film Festival
Produktion
Sally Hibbin, Jonathan Olsberg