Welcome To Sarajevo
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: Über das Einzelschicksal hinaus stellt Michael Winterbottom die Frage, wo hört Sensationsjournalismus auf und wo beginnt die moralische Verpflichtung zum Handeln, um den Menschen wirklich zu helfen. Ihm ist dabei ein bewegender Film vor authentischem Hintergrund gelungen, der die Absurdität des Krieges aufzeichnet, aber auch klar macht, daß der Überlebenswille der Bosnier ungebrochen ist. Ein emotionaler Film, der zum Engagement auffordert, ohne anklagend zu sein.
TV Movie 12/1998: Ohne Kompromisse ans Mainstream-Kino und angemessen unsentimental ruft Michael Winterbottom ein dunkles Kapitel jüngster europäischer Geschichte in die Erinnerung zurück. Der kollektiven Verdrängung der Ereignisse begegnet er mit zahlreichen erschütternden Dokumentaraufnahmen. Leider verhindert die distanzierte Betrachtungsweise eine ähnlich große emotionale Anteilnahme wie einst bei "Under Fire". So wirkt der Film über weite Strecken eher wie eine (brillante) Dokumentation mit Spielszenen.
TV Hören und Sehen 23/1998: Aufwühlende Filmversion einer Story, die sich '92 wirklich ereignet hat. Ein erschütternder Streifen, für den Regisseur Michael Winterbottom Dokumentar- und Spiel-Szenen mischte. Viele Stars in Gastrollen wie Marisa Tomei, Emily Lloyd, Woody Harrelson.
Bemerkungen
Klang: Dolby Digital. Der Film beruht auf der wahren Geschichte des britischen Journalisten Michael Nicholson, der ein Kind aus Bosnien herausholte und später adoptierte. Videostart: 28. Januar 1999.
Dreharbeiten
Gedreht wurde in Sarajevo, Kroatien, Mazedonien und London.
Produktion
Graham Broadbent, Damian Jones, Frank Cottrell Broadbent für Channel Four/Miramax/Dragon Pictures