Waking Life
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Cinema 2002-07: Wiley Wiggins spielt den namenlosen Helden, der sich fortwährend fragt, ob er wacht oder träumt. Ein Dutzend Leute antworten Wiggens mit hochgestochenen Analysen über Gesellschaft und Unterbewusstsein - darunter Ethan Hawke und Julie Delpy, das Paar aus Linklaters "Before Sunrise", Steven Soderbergh und der Regisseur selbst. Aber spätestens nach der Hälfte des Selbstfindungstrips, der in der Kategorie Animationsfilm für einen Oscar nominiert war, bleibt als Gegenwehr nur eins: ein Nickerchen.
Der Spiegel 2002-27: Ein ingeniöser Videografiker-Trupp unter Leitung von Bob Sabiston und Tommy Pallotta hat das Originalmaterial in ein lockeres Zeichentrickwerk transportiert - dadurch verwandelt sich das Nonstop-Gerede von gut 50 Darstellern in einen vergnüglich verschlafenen Kinotraum.
film-dienst 2002-14: Erst in der neuartigen Animationsform vollendet sich dieser philosophisch Jugendfilm mit vielfältigen Bezugssystemen.
Dreharbeiten
Die "realen" Dreharbeiten begannen im Sommer 1999 und dauerten 25 Tage. Die Crew war gerade mal so groß wie bei einem Dokumentarfilm: Da waren Linklater und sein Produzent Tommy Pallotta, beide ausgerüstet mit einfach zu bedienenden Videokameras, und dann noch ein Tontechniker, der zugleich für die Abmischung zuständig war. Diese Mini-Truppe erlaubte eine enorme Freiheit und Beweglichkeit. "Bei einem großen Filmstab verschleißt der Regisseur eine Unmenge an Zeit, bis er allen erklärt hat, was er eigentlich will. Aber in diesem Fall war es ganz einfach für Rick: Er nahm die Kamera einfach selbst in die Hand", sagt Pallotta. "So zu sehen ist einfach ein Traum."
Produktion
Anne Walker-McBay, Tommy Pallotta, Palmer West, Jonah Smith