Von der Kunst, sich durchzumogeln
Aus Film-Lexikon.de
|
|
Kritiken
Redaktion Film-Lexikon.de: Das Regiedebüt von Gavin Wiesen, eine Teenie-Romanze mit Namen “The Art of Getting by”(zu deutsch: Von der Kunst sich durchzumogeln), scheut sich nicht davor ordentlich in die Klischee-Kiste zu greifen. Das Ergebnis: Ein durchschnittlicher Film mit wenig Tiefgang und oftmals unauthentischen Charakteren. Eigentlich erwartet man von Teenie-Filmen ja, dass die Charaktere so gestaltet sind, dass die Zielgruppe sich mit den Eigenschaften und Problemen der Figuren identifizieren kann. Das fällt bei "The Art of Getting by" jedoch schwer, weil die Figuren wenig komplex und zu platt dargestellt werden. So werden die Depressionen des Protagonisten George (Freddie Highmore) etwa plakativ mit dem Tragen eines langen, dunklen Mantels sowie der Beschallung von Emo- und Indie-Rock untermalt. Seine Existenzängste wirken durch oftmals flache Dialoge unglaubwürdig, seinen schnippischen Antworten fehlt es am erhofften Witz. Auch die Charakterzüge, die das Drehbuch Georges Freundin Sally (Emma Roberts) zuschreibt, wirken widersprüchlich und bleiben ohne Sinn.Ob das die Drehbuchautoren wirklich bezwecken wollten, bleibt fraglich. Dabei machen die Jungschauspieler Roberts und Highmore trotz Drehbuchmängeln eine gute Figur und holen viel aus ihren Rollen heraus. Georges Nebenbuhler um Sally, Dustin (Michael Angarano), stellt überraschenderweise nicht den typischen Gegenspieler dar und trotzt somit als Einziger dem Klischee. Überhaupt macht die schauspielerische Leistung Michael Angarano zum heimlichen und vermutlich nicht gewollten Sympathieträger des Filmes. Insgesamt ist die Story zu linear und berechenbar und leider auch wenig innovativ, vergleichbare Teenie-Filme punkten durch mehr Charme und Witz. Dem Film fehlt es am gewissen Extra. Problemdarstellung und Lösung präsentieren sich zu schematisch und machen das Kommende durchschaubar, so kann etwa die Szene bei der Vergabe der Zeugnisse kaum Spannung aufbauen. Toll sind immerhin die stimmungsvollen Bilder von New York, in der der Film angesiedelt ist. Teenies dürften den Film trotz Drehbuchmängeln lieben und wer seichte Unterhaltung sucht, ist hier definitiv richtig.
cinetastic.de: "So gut die Darsteller und auch die eingefangenen Bilder New Yorks auch sind, so kann dies nicht über das äußerst flache Drehbuch hinweg täuschen. Die Geschichte ist unglaublich vorhersehbar und man hätte an einigen Ecken die Thematik noch wesentlich mehr ausbauen können."
moviepilot.de: "Die Schlagfertigkeit von Regisseur Wiesens Erstling wäre kein Problem, wäre sie mit Witz behaftet. So kommt man streckenweise mit dem Film nur zurecht wegen des Casts und in Gänze nur ungeachtet des sanft tröstenden emo-soundtracks [...]"
Produktion
P. Jennifer Dana
Kommentare