Venedig
Aus Film-Lexikon.de
Schon 1932 machte Venedig einen Anfang in der Geschichte der Filmfestivals. Der allererste Film, der auf der Terrasse des Hotels Excelsior gezeigt wurde, war Rouben Mamoulians Horrorstreifen Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Außerdem wurden Klassiker wie Frankenstein von James Whale und Filme der Regisseure Frank Capra, Edmund Goulding, King Vidor, Anatole Litvak oder Ernst Lubitsch vorgeführt.
Einen Wettbewerb gab es erst ab dem zweiten Festival 1934. 19 Länder hatten mit Filmen teilgenommen, um um den "Coppa Mussolini" für den besten ausländischen und den besten italienischen Film zu konkurrieren.
Nach dem Krieg konnte das Festival den Stempel, aus der faschistischen Zeit Italiens zu stammen, lange nicht ablegen. In den 60er Jahren erhielt die Veranstaltung dank dem Regisseur Luigi Chiarini frischen Wind, und Venedigs Filmfestspiele wurden ein Schauplatz für die Erneuerung des Films.
Zwischen 1968 und 1980 wurden außer Ehrenauszeichnungen für John Ford und Charlie Chaplin keine Preise verliehen, erst in den letzten beiden Jahrzehnten stiegen die Filmfestspiele in Venedig wieder zu einem der bedeutendsten Events der Filmszene auf.
