Und es ward Licht
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: "Und es ward Licht" ist ein verschmitzt-ironisches Kinomärchen des bedeutenden georgischen Filmregisseur Otar Iosseliani ("Es war einmal eine Singdrossel", "Ein Sommer auf dem Dorf", "Die Günstlinge des Mondes", "Jagd auf Schmetterlinge"). Dieser faszinierende filmische Reigen erzählt vom Kreislauf des Lebens, fern unserer (europäischen) Zivilisation, von den Menschen, von der Natur und von der Liebe. Und das reflektierend und melancholisch zugleich - wie ein Abgesang auf die Folgen des weltweiten Fortschritts, des Untergangs einer Epoche. Aber wie alle früheren Arbeiten des Regisseurs will "Und es ward Licht" keine modisch-ökologische Zivilisationskritik sein, sondern vielmehr vom Werden und Vergehen, von den unterschiedlichen Kulturen, vom Leben überhaupt erzählen.
Bemerkungen
Seine - fast dokumentarische - Schlichtheit (alle Dialoge bleiben unsynchronisiert, es gibt nur einige erläuternde Zwischentitel) macht "Und es ward Licht" zu einer farbenprächtigen Zivilisationsparabel. Der hintergründige Witz und die geradezu burleske Spielfreude der aus Laien und Profis zusammengestellten Schauspieler ermöglichen tiefe Einblicke in eine ferne und scheinbar geheimnisvolle Gesellschaft - ohne in moralisierende Erklärungsversuche zu verfallen. "Ich hätte auch zu den Eskimos gehen und den Film drehen können, er wäre trotzdem ein Produkt meiner Kultur und Erfahrungen geblieben. Ich würde mir nie erlauben, afrikanische Probleme darzustellen", meint Otar Iosselliani.
Dreharbeiten
Gedreht wurde im Senegal.