Troja
Aus Film-Lexikon.de
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Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
Angelika Piller (Rhein-Zeitung, 14. Mai 2004): Man kann sich am bronzegebräunten und wohlgeformten Körper Pitts erfreuen, Orlando Bloom als Paris und Diane Kruger als Helena bewundern, doch so richtig fesseln mag das in Schönheit getauchte Geschehen lange nicht. Allein der Kampf zwischen Hektor und Achilles und die anschließende Bitte König Priamos' um den Leichnam seines Sohnes erreichen eine der Geschichte würdige Spannung. Peter O'Toole ist dadurch eine der schönsten Szenen des Filmes zu verdanken. Am meisten Spaß macht Brian Cox' herrlich zynische Interpretation des gierigen Machtpolitikers Agamemnon, eines echten Schurken, böse und amüsant zugleich. Über ihn wird der eigentliche Grund des Krieges und die zeitgenössische Aktualität nur allzu deutlich.
Spiegel Online: Was bleibt? Tausende Tote, eine zerstörte Stadt, in der einst Zivilisation und Schöngeist herrschten, zwei Frauen, die ihre Geliebten betrauern, und die schöne Helena, die ganz modern zu ihrem Paris, dem einzigen Überlebenden der Männerriege sagt: "Ich will keinen Helden, sondern einen Mann, der für mich da ist". Recht hat sie. Krieg, das rieb uns Wolfgang Petersen ja auch schon einst beim "Boot" unter die Nase, ist zwar menschlich, aber sinnlos. "Troja" indes ist ein unterhaltsames und handfestes Popcorn-Event, dem man einige Längen und Pathos-schwangere Dialoge gerne verzeiht. Wer im Sandalen-Genre, wo Männer schwitzen und Muskeln glänzen müssen, auch noch nach ästhetischer Eleganz sucht, kann Gladiator gucken. Oder Homer lesen.
Bemerkungen
Erste Aufführung: 13. Mai 2004
Auszeichnungen
| N/W | Jahr | Kategorie | Name |
|---|---|---|---|
| nom | 2004 | Bestes Kostümdesign | Bob Ringwood |
Produktion
Wolfgang Petersen, Diana Rathbun, Colin Wilson