Tonfilm
Aus Film-Lexikon.de
1927 wurde in den USA mit Der Jazzsänger, 1929 in Deutschland der Tonfilm eingeführt; es begann der Siegeszug des Musikfilms. Weltberühmt wurden die Tanzfilme mit Fred Astaire und Ginger Rogers (Swing Time, 1936). Daneben entwickelten sich weitere Genres. Bedeutende Regisseure waren unter anderen John Ford (Western), Ernst Lubitsch (Komödien) und James Whale (Horrorfilm). Citizen Kane (1941) von Orson Welles wurde wiederholt zum besten Film aller Zeiten gewählt.
Der Farbfilm setzte sich 1935 von den USA aus durch (Vom Winde verweht, 1939); die Studios von Walt Disney produzierten seit den 1930er Jahren zahlreiche Zeichentrickfilme.
Der deutsche Film lehnte sich mit Musikfilmen zunächst an die amerikanische Entwicklung an. Berühmtheit erlangte Der blaue Engel mit Marlene Dietrich (1930, Josef von Sternberg). Die Entwicklung des gesellschaftskritischen Films (Georg Wilhelm Pabst, Slatan Dudow, Piel Jutzi) wurde durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten unterbrochen, zahlreiche Regisseure gingen ins Exil (u.a. Fritz Lang, Fritz Kortner, Douglas Sirk). Neben propagandistischen Dokumentarfilmen (Triumph des Willens von Leni Riefenstahl, 1934) und antisemitischen Spielfilmen (Jud Süß von Veit Harlan, 1940) entstanden zahlreiche unpolitische Spielfilme, die die Bevölkerung vom Kriegsgeschehen ablenken sollten.
Der französische Meisterregisseur Jean Renoir verfilmte in den 30er Jahren zahlreiche Literaturvorlagen; 1943-45 drehten Marcel Carné und Jacques Prévert Kinder des Olymp.
