The Boss Of It All
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
cineman.de: Die Handlung ist - abgesehen von den Seitenhieben auf Kapitalismus und Rechtssystem - nicht von Belang, denn von Trier interessiert sich mehr für das komische Potential einzelner Szenen, die er mit einem Verfahren gedreht hat, bei dem ein Programm für jeden Durchlauf eine andere Einstellung wählt. ... Man kann dieses Aufgeben einer gewissen Kontrolle als Protest gegen eine bis ins Detail geplante Kameraführung verstehen, womit dem Schauspiel mehr Gewicht eingeräumt wird, also weniger Hierarchie, dafür mehr Demokratie. Diese Rechnung geht bis zu einem gewissen Grade auch auf, was an der starken Besetzung liegt, die einige international bekannte, dänische und isländische Schauspieler verzeichnet: Iben Hjejle, Peter Gantzler, Anders Hove. Und auch die übrigen Schauspieler können gut mithalten. Wer metierspezifische Anspielungen wie etwa den von einer Theatertheorie besessenen Hauptdarsteller und ad absurdum getriebene Ideen gern hat, ist mit dieser spielerischen, leichtgewichtigen und überraschenden Arbeit gut bedient.
kino.de: Dänemarks Regie-Exzentriker Lars von Trier kreiert in Anlehnung an die englische Serie "The Office" ein Kinoexperiment voller Absurdität und technischer Innovationen.
Bemerkungen
Zum ersten Mal wendete Lars von Trier in THE BOSS OF IT ALL sein neu entwickeltes Aufnahmeverfahren Automavision an, bei dem der Bildausschnitt computergesteuert nach dem Zufallsprinzip festgelegt wird.
Produktion
Vibeke Windelov, Meta Louise Foldager, Signe Jensen