Terminal
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Lars-Olav Beier (Spiegel Online): Der Film ist wie sein Held: Pfiffig und phantasievoll greift er noch das scheinbar banalste Detail auf und verwandelt es in ein kleines Kunststück. Steven Spielberg nutzt den Flughafen als filmischen Ort bis in den letzten Winkel und lässt für die Regisseure nach ihm kaum noch was übrig. Gut gelaunt nimmt sich der Film alle Freiheiten, baut lustvoll Slapstick-Einlagen ein und lässt eine kapriziöse Stewardess (gespielt von Catherine Zeta-Jones) Viktors schlichtem Charme verfallen. Wenn eine Schönheit wie sie plötzlich auf einen Kerl wie ihn fliegt, gibt es keinen Zweifel mehr: Der Flughafen ist das wahre Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
film-dienst 20/2004: Die Bezüge zu aktuellen politischen Ereignissen beschränken sich auf Andeutungen, während die kafkaeske Absurdität der Situation schon bald ins Freundlich-Spielerische umschlägt. Eine unterhaltsame, von nahezu schwereloser Spiellaune und inszenatorischer Akrobatik getragene Fabel, die Steven Spielbergs beständige Themen der Heimatlosigkeit und des Verlorenseins in einere fremden, feindseligen Welt von der heiteren Seite anzugehen versucht, was letztlich in der zu unentschlossenen Mixtur aus Komik und Pathos stecken bleibt.
Oliver Zimmermann (Rhein-Zeitung 7. Oktober 2004): Wieder einmal ist es eine Wonne, Tom Hanks' Spiel zuzuschauen. In vielen Szenen mußs er sich völlig allein im dunklen Terminal zurecht finden. Mancher seiner Comedy-Kollegen würden da in bodenlosen Slapstick verfallen. Nicht so Tom Hanks, der schon in dem Drama "Cast Away - Verschollen" Gespür fürs Gestrandeten-Schicksal bewiesen hat. Gleichwohl geht der Komödie am Ende ein wenig die Luft aus, da sie im Grunde nur auf einer einzigen bizarren Idee fußt, die freilich das Leben hatte.
Produktion
Walter F. Parkes, Laurie MacDonald