Schattenwelt
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Welt: Die meisten RAF-Filme befassen sich einzig mit den Tätern, die Gefahr einer Verklärung liegt da immer nahe. "Schattenwelt" rückt hingegen explizit die namenlosen, die vergessenen Opfer in den Fokus.
kino.de: Connie Walther ("Das erste Mal") lehnt ihr Drama um Schuld, Leugnung und Wahrheit verdächtig an den Fall des RAF-Terroristen Christian Klar an, der bis heute zum wahren Sachverhalt eines ihm angelasteten Mordes schweigt. Der Wunsch nach Rache sorgt für Spannung.
Bemerkungen
Im Gegensatz zu dem im gleichen Jahr erschienenen "Baader Meinhof Komplex" ist ist die Handlung von "Schattenwelt" fiktiv, wirkt aber dank exzellenter Kameraführung und den sättigungsarmen Tönen absolut real. Regisseurin Connie Walter thematisiert in ihrem Drama nicht die Tätern, als vielmehr die Opfer des RAF-Terrors, die immer im Schatten der öffentlichen Wahrnehmung gestanden sind. Schon im Vorfeld geriet der Film in die Schlagzeilen: Ein an dem Projekt beteiligter Autor, selbst ehemaliger RAF-Terrorist, hatte von einer öffentlichen Filmförderung Geld erhalten, was von der Boulevardpresse als "Verhöhnung der Opfer" gegeißelt wurde. Regisseurin Walther dazu: "Das mediale Interesse am RAF Terror verdrängt das, was es zu schützen vorgibt: Die Opfer."
Produktion
Clementia Hegewisch, Michael Jungfleisch für Edition Salzgeber