Pinero
Aus Film-Lexikon.de
|
|
Kritiken
film-dienst 2002-15: Biografischer Film über den Autor und Schauspieler Miguel Piñero (1948-88), der durch ein im Gefängnis geschriebenes Stück berühmt wurde, über sein konkretes Lebensumfeld in der Lower East Side von Manhattan hinaus zur Latino-Ikone avancierte und an Drogen und Alkohol zugrunde ging. Piñeros Vita wird in einer nervös, spröde, unfertig und widerspenstig wirkenden Dramaturgie mit Rück- und Vorblenden, in ständigem Wechsel von Schwarz-weiß und Farbe erzählt. Das verleiht dem Film einen dokumentarischen Gestus, macht ihn aber auch unnahbar. Über die Schilderung eines individuellen Schicksals hinaus gelingt es nur in Ansätzen, Themen wie Heimatlosigkeit, die daraus resultierende Angst vor festen Bindungen oder das ambivalente Verhältnis zum Erfolg zu verallgemeinern.
Reneé Wieder (TV-Movie) 2002-15: Mit fiebrigen Schnitten, wilden Zeitsprüngen und ruhelosem Erzähltempo rast der kubanische Regisseur Leon Ichaso kreuz und quer durch den selbstmörderischen Teufelskreis von Piñeros Leben. Das strengt an, lässt aber niemanden kalt. Besonders dank Hauptdarsteller Benjamin Bratt, der die bislang beste Vorstellung seiner Karriere abliefert.
Rhein-Zeitung 2002-07-19: Der kubanische Regisseur Leon Ichaso hat seinen Kinofilm "Pinero" über den gleichnamigen Latino-Poeten mit Videokameras gedreht. Benjamin Bratt spielt die Rolle des Miguel Pinero, der wegen provokativer Aktionen und kleinere krimineller Delikte Anfang der 70er im Gefängnis landet.
Bemerkungen
Klang: Dolby SRD, Format: Breitwand, 1:1, 85
Produktion
John Penotti, Fisher Stevens, Tim Williams