Paul IV
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
film-dienst 17/1996: Traum und Magie haben einen kleinen, aber festen und poesievollen Platz in diesem ansehnlichen Kinderfilm, den man sich auch gut auf der (Kinder-)Kinoleinwand vorstellen kann. Knapp und dicht wird eine Entwicklungsgeschichte aus der Perspektive eines Jungen erzählt, die didaktisch unaufdringlich dazu einlädt, 11- bis 13jährige für Themen wie "Außenseiter/Randgruppen" und "Wertmaßstäbe/Wertvorstellungen" zu gewinnen. Etwas verstaubt wirkt leider die für den Film so wichtige Beschreibung des kleinstädtischen Bürgertums. Nicht nur, weil sie in ihrem teils karikierenden, teils entlarvenden Stil an die politisch engagierten deutschen Filme der 70er und frühen 80er Jahre erinnert, sondern weil ihr manchesmal der aktuelle Bezug zu heutigen bürgerlichen Lebensformen und zur heutigen Elterngeneration fehlt. Ganz anders dagegen das Porträt des Jungen. Es besitzt ein hohes Maß an Sensibilität und Glaubwürdigkeit.
Produktion
dffb / Sender Freies Berlin / Kiefft-Politt Filmtheater