Oscarverleihung 2012: Neue Regel für den "besten Film"

Aus Film-Lexikon.de

28. Juni 2011  |  Kommentare: 0

Ab der nächsten Oscarverleihung am 26. Februar 2012 wird es in der Hauptkategorie "Bester Film" nicht mehr die feste Anzahl von zehn Nominierungen geben, die Anzahl der Kandidaten wird nun variabel zwischen fünf und zehn Filmen liegen. Dies verkündete die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die in jedem Jahr den bedeutendsten Filmpreis der Welt vergibt.

Erst vor zwei Jahren wurde die Zahl der nominierten Filme in der Königskategorie von fünf auf zehn aufgestockt (siehe Oscardatenbank). Die Academy hoffte, dass durch die Erweiterung auch populäre Blockbuster unter die Nominierten gelangen würden, was für eine Steigerung der Quoten der Fernsehübertragung sorgen sollte, die sich seit Jahren im Sinkflug befanden. Quotentechnisch war die Änderung dann auch durchaus ein Erfolg.

Die Erweiterung von fünf fixen Kandidaten auf zehn hat aber auch dazu geführt, dass Filme wie Blind Side - Die große Chance oder A Serious Man ins Rennen gelangten, die für viele Kritiker nicht auf die Liste der besten Filme des Jahres gehören, und dadurch das Prädikat "nominiert für den besten Film“ entwerten. In den Jahren der Beschränkung auf fünf Filme mussten hingegen bedeutende Werke unter den Tisch fallen.

Als Grund für die neuerliche Regeländerung gab die Academy dann auch an, dass nun nur noch die Filme vorgeschlagen werden, die es wirklich verdient haben. Wenn mehr als fünf Filme von der Jury viele Stimmen erhalten, wird es mehrere Nominierungen geben, es wird aber nicht notwendig auf zehn Namen aufgefüllt. Als Obergrenze wurden fünf Prozent der Stimmen festgelegt.

Copyright Bild: Todd Wawrychuk / ©A.M.P.A.S.

  



 

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