Oscarverleihung 2011

Aus Film-Lexikon.de

Die besten Darsteller 2011 - © A.M.P.A.S.

Am Abend des 27. Februar 2011 fand im Kodak Theatre in Los Angeles die 83. Academy Award-Verleihung statt. Geehrt wurden die Filme des Jahres 2010.

Die Nominierungen waren am 25. Februar bekannt gegeben worden. Nach einem Monat des Bangens und Hoffens stehen die Gewinner nun endlich fest. Überraschende Höhepunkte gab es dieses Jahr nicht: Vor allem in den Darstellerkategorien setzten sich die großen Favoriten durch.

Moderiert wurde die diesjährige Verleihung von den bisher jüngsten Gastgebern in der Geschichte des Oscars: Die Schauspieler Anne Hathaway und James Franco sollten den Verleihungen ein jüngeres Gesicht geben.


Die großen Gewinner

Bester Hauptdarsteller Colin Firth - © A.M.P.A.S.

Der große Gewinner der diesjährigen Verleihung ist Tom Hoopers Drama um den stotternden König George VI. und seinen Therapeuten Lionel Logue.The King's Speech ging mit 12 Nominierungen als Favorit ins Rennen um den begehrtesten Filmpreis der Welt und konnte sich am Ende auch über vier Auszeichnungen freuen. Sowohl in der Kategorie „Bester Film“, „Beste Regie“ und „Bestes Originaldrehbuch“ konnte das Historiendrama überzeugen. Auch Colin Firth meisterte seine Rolle King George VI. so brillant, dass er als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

Beste Hauptdarstellerin Natalie Portman - © A.M.P.A.S.

Der Preis für die Beste Hauptdarstellerin ging diese Mal an die israelisch-US-amerikanische Schauspielerin Natalie Portman für ihre Rolle in Black Swan. Nach ihrer Golden Globe – Auszeichnung, nahm sie am gestrigen Abend unter Tränen den Oscar entgegen. Auch privat läuft bei der jungen Schauspielerin zur Zeit blendend. Nach ihrer Verlobung mit dem Tänzerkollegen Benjamin Millepied aus Black Swan erwartet sie nun auch noch ein Kind von ihm.

Als beste Nebendarsteller wurden Melissa Leo und Christian Bale für ihre Rollen in dem Boxerfilm The Fighter ausgezeichnet.

Das Drama über den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg The Social Network war mit acht Nominierungen einer der Favoriten, konnte den Wettbewerb jedoch nur in den Kategorien "Bestes adaptiertes Drehbuch", "Beste Filmmusik" und "Bester Schnitt" für sich entscheiden.

Das Gewinnerteam von Inception - © A.M.P.A.S.

Der Science-Fiction-Film Inception mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle gewann in vier technischen Kategorien: er wurde ausgezeichnet für die "Beste Kamera“, den "Besten Ton“, den "Besten Tonschnitt“ und die "Besten visuelle Effekte“.

"Bester ausländischer Film" wurde das dänische Drama In einer besseren Welt von Susanne Bier.

Die Verlierer des Jahres 2010

Großer Verlierer des Abends war der Western True Grit von Ethan und Joel Coen, der trotz zehn Nominierungen keinen einzigen Oscar gewonnen hat. Auch 127 Hours kassierte keine Trophäe.

Die deutschen Oscarhoffnungen gingen bei der 83. Oscarverleihung ebenfalls nicht in Erfüllung. Der bereits zum neunten Mal nominierte Hans Zimmer ging für seine Filmmusik zu Inception leer aus. Auch in der Kategorie "Bester animierter Kurzfilm“ war mit "Der Grüffelo“ eine deutsche Produktion mit dabei, doch auch für Jakob Schuh und Max Lang hat es letztendlich nicht ganz gereicht.


TRAILERSHOW: Die fünf erfolgreichsten Filme beim Oscar 2011

Alle Nominierungen und Gewinner

Film O N
The King's Speech 4 12
Inception 4 8
The Social Network 3 8
The Fighter 2 7
Toy Story 3 in 3D 2 5
Alice im Wunderland 2 3
Black Swan 1 5
True Grit 0 10
127 Hours 0 6
The Kids Are All Right 0 4
Winter's Bone 0 4

Mehr als hundert Nominierungen waren am 25. Januar bekannt gegeben worden. Tatsächlich die goldene Trophäe in Händen halten durften letztendlich aber nur die 24 Gewinner.

In der Liste unten finden Sie eine Übersicht über sämtliche Nominierungen in allen 24 Kategorien. Der Gewinner steht jeweils an erster Stelle.

Die Tabelle rechts zeigt, welche Filme mit den meisten Oscars ausgezeichnet wurden bzw. die meisten Nominierungen verzeichnen konnten. "O" steht für die gewonnen Oscars, "N" für die Anzahl der Nominierungen.


Bester Film

Beste Regie

Bester Hauptdarsteller

Beste Hauptdarstellerin

Bester Nebendarsteller

Beste Nebendarstellerin

Bestes Originaldrehbuch

Bestes adaptiertes Drehbuch

Bester Animationsfilm

  • Toy Story 3 in 3D – Lee Unkrich
  • Drachenzähmen leicht gemacht – Dean DeBlois und Chris Sanders
  • L'Illusionniste – Sylvain Chomet

Bester fremdsprachiger Film

Bester animierter Kurzfilm

  • The Lost Thing – Shaun Tan und Andrew Ruhemann
  • Day & Night – Teddy Newton
  • Der Grüffelo – Jakob Schuh und Max Lang
  • Let’s Pollute – Geefwee Boedoe
  • Madagascar, carnet de voyage – Bastien Dubois

Bester Kurzfilm

  • God of Love – Luke Matheny
  • The Confession – Tanel Toom
  • The Crush – Michael Creagh
  • Na Wewe – Ivan Goldschmidt
  • Wish 143 – Ian Barnes und Samantha Waite

Bestes Szenenbild

Beste Kamera

Bestes Kostümdesign

Bester Dokumentarfilm

  • Inside Job – Charles Ferguson
  • Exit Through the Gift Shop – Banksy und Jaimie D'Cruz
  • GasLand – Josh Fox und Trish Adlesic
  • Restrepo – Tim Hetherington und Sebastian Junger
  • Waste Land – Lucy Walker

Bester Dokumentar-Kurzfilm

  • Strangers No More – Karen Goodman und Kirk Simon
  • Killing in the Name - Jed Rothstein
  • Poster Girl - Sara Nesson, Mitchell W. Block
  • Sun Come Up – Jennifer Redfearn und Tim Metzger
  • The Warriors of Qiugang – Ruby Yang und Thomas Lennon

Bester Schnitt

Bestes Make-Up

  • Wolfman – Rick Baker und Dave Elsey
  • Barney's Version – Adrien Morot
  • The Way Back – Edouard F. Henriques, Greg Funk und Yolanda Toussieng

Beste Filmmusik

Bester Filmsong

  • Toy Story 3 in 3D – Randy Newman (We Belong Together)
  • 127 Hours – A. R. Rahman, Rollo Armstrong und Dido (If I Rise)
  • Country Strong – Tom Douglas, Hillary Lindsey und Troy Verges (Coming Home)
  • Rapunzel - Neu verföhnt – Alan Menken und Glenn Slater (I See the Light)

Bester Ton

  • Inception – Lora Hirschberg, Gary Rizzo und Ed Novick
  • The King's Speech – Paul Hamblin, Martin Jensen und John Midgley
  • Salt – Jeffrey J. Haboush, William Sarokin, Scott Millan und Greg P. Russell
  • The Social Network – Ren Klyce, David Parker, Michael Semanick und Mark Weingarten
  • True Grit – Skip Lievsay, Craig Berkey, Greg Orloff und Peter F. Kurland

Bester Tonschnitt

  • Inception – Richard King
  • Toy Story 3 in 3D – Tom Myers und Michael Silvers
  • Tron Legacy – Gwendolyn Yates Whittle und Addison Teague
  • True Grit – Skip Lievsay und Craig Berkey
  • Unstoppable – Außer Kontrolle – Mark P. Stoeckinger

Beste visuelle Effekte


Ehren-Oscars

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