Oscarverleihung 2010
Aus Film-Lexikon.de
Am 7. März versammelten sich die größten Stars der Filmbranche in Hollywoods Kodak Theatre, um an der 82sten Vergabe der Academy Awards teilzunehmen. Zum ersten Mal seit 1986 wurden die Zuschauer mit Steve Martin und Alec Baldwin wieder von mehreren Moderatoren durch die Show geführt. Für insgesamt 24 Kategorien haben die jeweils Besten eine Auszeichnung erhalten.
Wider Erwarten blieb der im Voraus als Favorit gehandelte 3D-Fantasyfilm Avatar - Aufbruch nach Pandora im Rennen um die meisten Auszeichnungen hinter dem Kriegsdrama Tödliches Kommando zurück. Beide Filme waren in jeweils neun Kategorien nominiert. Während Avatar schließlich drei Auszeichnungen erhielt, gewann Tödliches Kommando insgesamt sechs Oscars. Der Deutsche Film Das weiße Band war nominiert für die Kategorien bester nicht englischsprachiger Film und beste Kamera, er ging in der Oscarnacht allerdings leer aus.
Bester Film
Neben den fünf weiteren Oscars erhielt Tödliches Kommando den besonders begehrten Preis in der Kategorie bester Film. Das Kriegsdrama musste sich gegen neun Konkurrenten durchsetzen, da in diesem Jahr die Anzahl der Nominierten in der Kategorie verdoppelt wurde. Der Titel bester Animationsfilm ging an die abenteuerliche Geschichte des pensionierten Ballonverkäufers Carl Frederickson in Oben. Als beste Dokumentation wurde Die Bucht ausgezeichnet und den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film erhielt The Secret in Their Eyes aus Argentinien.
Beste Regie
Die Auszeichnung beste Regie ging ebenfalls an den Film Tödliches Kommando. Nominiertenlisten in dieser Kategorie werden seit Jahren von Männernamen dominiert und Kathryn Bigelow ist nun die erste Frau, die in der Geschichte der Oscarverleihung den Preis für die beste Regie erhalten hat. Die US-amerikanische Regisseurin studierte an der Columbia University in New York und realisierte im Jahr 1982, in Zusammenarbeit mit Monty Montgomery, ihren ersten Langfilm.
Stärkster Konkurrent bei der Oscarverleihung in diesem Jahr war ihr Ex-Ehemann James Cameron.
Beste Hauptdarstellerin
Auch Sandra Bullock schrieb Geschichte als sie am Samstag zunächst die "Goldene Himbeere" als schlechteste Schauspielerin in dem Film "Verrückt nach Steve" erhielt und einen Tag später strahlend den Preis für die beste Hauptdarstellerin entgegen nahm. Als aufdringliche Verliebte konnte sie also nicht überzeugen, in der Rolle als Leigh Anne Tuohy in Blind Side - Die große Chance dafür um so mehr.
Bester Hauptdarsteller
Mit George Clooney, Colin Firth, Morgan Freeman und Jeremy Renner war die Konkurrenz in der Kategorie bester Hauptdarsteller sehr groß, doch diesmal hat es Jeff Bridges geschafft und wurde für seine Rolle als Country-Sänger Bad Blake in Crazy Heart ausgezeichnet. Bereits als Kind stand er vor der Kamera und wurde schon 1971 für seine erste größere Rolle in der Kategorie bester Nebendarsteller nominiert. Neben weiteren Nominierungen erlangte er in der Rolle als Jeffrey Lebowski in The Big Lebowski endgültig einen hohen Bekanntheitsgrad. Mit einem Oscar wurde er dieses Jahr aber zum ersten Mal ausgezeichnet.
Beste Nebendarstellerin
Der Oscar für die beste Nebendarstellerin ging an die US-amerikanische Schauspielerin Mo'Nique (gebürtig Monique Imes). Sie hat bereits in mehreren Jahren den Image Award in der Kategorie beste Serien-Hauptdarstellerin - Comedy erhalten. Nun spielte sie in dem Drama Precious - Das Leben ist kostbar eine Arbeitslose Mutter, die ihre Tochter sowohl psychischer als auch physischer Gewalt aussetzt.
Bester Nebendarsteller
Der in Wien geborene Schauspieler Christoph Waltz bleibt weiter auf Erfolgskurs. Er erhielt die Auszeichnung als bester Nebendarsteller in dem Film Inglourious Basterds. Zahlreiche weitere Preise hat er bereits für diese Rolle bekommen. Ursprünglich auf der Theaterbühne etabliert, entdeckte Christoph Waltz ab Ende der 70er Jahre die Film- und Fernsehbühne für sich. Er ist der erste deutschsprachige Schauspieler, der seit dem Jahr 1962 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Film-Magazin - Neue Artikel
Themen
Comics auf der Leinwand
Von der Sprechblase auf die große Leinwand. Helden wider Willen erobern die Kinos.
Filmgeschichte
Was hat der Maler Salvador Dalí neben Stan Laurel und Charly Chaplin zu suchen?
Johnny Depp
Exzentrisch, gutaussehend, talentiert. Ein typischer Hollywood-Star ist er aber nicht.
Die teuersten Filme aller Zeiten
Die Chroniken von Narnia haben 200 Mio. Dollar verschlungen. Es geht aber noch teurer.



