Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: Die erste und eindrucksvollste Leinwandfassung des Klassikers Dracula. Murnau schuf Bilder, die man nie vergißt. Sein Vampir beherrscht als das personifizierte Grauen eine Welt der Dämmerung und Angst. Max Schreck verkörpert ihn mit unvergleichlicher Intensität.
Lexikon des internationalen Films: Friedrich Murnau nutzt virtuos die technischen, poetischen und emotionalen Effekte des Mediums und entwirft - indem er den Einbruch des Dämonischen in die bürgerliche Idylle schildert - ein düsteres Spiegelbild kollektiver Ängste in der Weimer Repulik.
Bemerkungen
TV-Start: 23. Juni 1969 (ARD); 29. Dezember (ZDF). Die Geschichte vom unheimlichen Grafen Orlok alias Nosferatu, der als Untoter in einem Schloß in den Karpaten lebt, sich vom Blut Unschuldiger ernährt, in einem Sarg schläft und auf einer Schiffsreise die Pest verbreitet, basiert auf dem Roman "Dracula" von Bram Stoker (1897). Der Deutsche Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931) hat mit diesem Stummfilm einen faszinierenden Klassiker geschaffen. Seine intensive Bildsprache ist in diesem Genre nie übertroffen worden.
Stummfilme wurden schon immer mit Musik vorgeführt. Immer klimperte dazu ein schräges Klavier, immer dudelte ein mehr oder weniger lustlos aufspielendes Salonorchester. So auch 1921 bei Murnaus "Nosferatu"; Fragmente der damaligen Kinotheken-Musik sind erhalten, sie bestanden überwiegend aus Klischees.
Armin Brunner war sich bewußt, daß man zu Murnaus visionären Bildern eine Musik von ähnlicher Kraft und Eigenständigkeit finden müsse. In seiner 1988 entstandenen Neuvertonung hat er ausschließlich Musik von Johann Sebastian Bach verwendet. Reduziert auf motorische Formeln und verdünnt auf ein karges Melos, verwandelt sich die Kammer- und Kirchenmusik von Bach zu Chiffren des Schreckens, der Trauer und des Trostes und wird unter dem Druck der düsteren Bilder zu Musik von ungeahnter Modernität.
Produktion
Friedrich W. Murnau für Prana-Film
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