Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Original -
Jahr/Land 1921 / Deutschland
Genre Stummfilm
Kinostart 04. März 1922
Regie Friedrich Wilhelm Murnau
Drehbuch Henrik Galeen
Vorlage Roman "Dracula" von Bram Stoker
Kamera Fritz Arno Wagner, Gunther Krampf
Musik Peter Schirmann, Hans Posegga
Farbe/SW SW
Länge 68 Minuten
Darsteller
Max Schreck Nosferatu/Graf Orlok
Alexander Granach Knock, Makler
Gustav von Wangenheim Hutter
Greta Schröder Ellen Hutter
Georg Heinrich Schnell
Ruth Landhoff Lucy Westrenka

Kritiken

Dirk Jasper: Die erste und eindrucksvollste Leinwandfassung des Klassikers Dracula. Murnau schuf Bilder, die man nie vergißt. Sein Vampir beherrscht als das personifizierte Grauen eine Welt der Dämmerung und Angst. Max Schreck verkörpert ihn mit unvergleichlicher Intensität.

Lexikon des internationalen Films: Friedrich Murnau nutzt virtuos die technischen, poetischen und emotionalen Effekte des Mediums und entwirft - indem er den Einbruch des Dämonischen in die bürgerliche Idylle schildert - ein düsteres Spiegelbild kollektiver Ängste in der Weimer Repulik.

Bemerkungen

TV-Start: 23. Juni 1969 (ARD); 29. Dezember (ZDF). Die Geschichte vom unheimlichen Grafen Orlok alias Nosferatu, der als Untoter in einem Schloß in den Karpaten lebt, sich vom Blut Unschuldiger ernährt, in einem Sarg schläft und auf einer Schiffsreise die Pest verbreitet, basiert auf dem Roman "Dracula" von Bram Stoker (1897). Der Deutsche Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931) hat mit diesem Stummfilm einen faszinierenden Klassiker geschaffen. Seine intensive Bildsprache ist in diesem Genre nie übertroffen worden.

Stummfilme wurden schon immer mit Musik vorgeführt. Immer klimperte dazu ein schräges Klavier, immer dudelte ein mehr oder weniger lustlos aufspielendes Salonorchester. So auch 1921 bei Murnaus "Nosferatu"; Fragmente der damaligen Kinotheken-Musik sind erhalten, sie bestanden überwiegend aus Klischees.

Armin Brunner war sich bewußt, daß man zu Murnaus visionären Bildern eine Musik von ähnlicher Kraft und Eigenständigkeit finden müsse. In seiner 1988 entstandenen Neuvertonung hat er ausschließlich Musik von Johann Sebastian Bach verwendet. Reduziert auf motorische Formeln und verdünnt auf ein karges Melos, verwandelt sich die Kammer- und Kirchenmusik von Bach zu Chiffren des Schreckens, der Trauer und des Trostes und wird unter dem Druck der düsteren Bilder zu Musik von ungeahnter Modernität.

Produktion

Friedrich W. Murnau für Prana-Film

Kommentare

Torn
13.04.2011 - 5:41
HtNwbs That's the best answer of all time! JMHO
  



 

Kommentare

Torn am 13.04.11
HtNwbs That's the best answer of...

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