Nixon
Aus Film-Lexikon.de
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Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
Cinema 02/1996: Statt des erwarteten Massakers erleben wir das differenzierte Psychogramm eines Ungeliebten, der als außenpolitischer Visionär in die Geschichte eingehen wollte, innenpolitisch durch 'einen drittklassigen Einbruch' stürzte und wie der Held einer griechischen Tragödie an seinen Charakterabgründen scheiterte.
Lexikon des internationalen Films: In unchronologischem Stil mit vielen Motivation suchenden Rückblenden in Nixons Jugend und politische Anfänge als psychologisches Porträt eines unsteten, zerissenen Charakters erzählt. Historische Ereignisse dienen mehr der Untermauerung einer Tragödie von shakespeareschen Ausmaßen als einer Erhellung bis in die Gegenwart fortwirkender Deformation des Politikverständnisses und -vertrauens in den USA. Ein interessanter, darstellerisch und formal effektvoller, in seiner primär psychologischen Betrachtungsweise jedoch fragwürdiger Film.
Filmwoche / Filmecho: Virtuos verschachteltes Zeit- und Charakterporträt, das alles andere als konventionell angelegt ist. Das unvorhersehbare Vor- und Zurückspringen in der Zeit, die Mischung aus Archivmaterial, nachgestellten Dokumentarszenen und Zeitraffer- und Überblendungs-Effekte sind stets irritierend, verschaffen dem 'Biopic' aber eine Vielschichtigkeit und Dynamik, die einen vitalen Kontrast zu den kammerspielhaften Szenen im Weißen Haus setzen.
Bemerkungen
Videostart: 26. September 1996.
Auszeichnungen
| N/W | Jahr | Kategorie | Name |
|---|---|---|---|
| nom | 1995 | Beste Nebendarstellerin | Joan Allen |
| nom | 1995 | Bestes Originaldrehbuch | Stephen J. Rivele, Christopher Wilkinson, Oliver Stone |
| nom | 1995 | Beste Filmmusik | John Williams |
| nom | 1995 | Bester Hauptdarsteller | Anthony Hopkins |
Produktion
Clayton Townsend, Andrew G. Vajna