Nebraska

    Aus Film-Lexikon.de

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    Der Weg ist hier definitiv nicht das Ziel, denn am Ende wartet ein Lottogewinn in Millionenhöhe. Das denkt zumindest der grantige Woody Grant (Bruce Dern), der sich, getäuscht durch einen betrügerischen Werbeprospekt, das vermeintlich große Geld persönlich in Lincoln, Nebraska, abholen möchte.

    Doch die 900 Meilen Strecke von seinem Wohnort zum Ziel seiner Träume kann der Eigenbrötler allein nicht mehr bewältigen. Von seiner garstigen Gattin Kate (June Squibb) und seinem verbitterten Sohn Ross (Bob OdenkirK) ist keine Hilfe zu erwarten: Sie tragen ihm immer noch seine unrühmliche Säufer-Vergangenheit nach und würden ihn am liebsten in ein Heim stecken. Schließlich erklärt sich sein jüngerer, gutmütiger Sohn David (Will Forte) dazu bereit, die Fahrt mit seinem Vater anzutreten - auch wenn die beiden schon lange nicht mehr viel miteinander zu tun haben.

    Bei einem ungeplanten Zwischenstopp in Woodys Geburtsstadt Hawthorne treffen sie auf ihre Verwandtschaft, alte Freunde und auch viele Neider, die sich vor allem für den neu gewonnenen Reichtum des seltenen Gastes interessieren. Der Vater-Sohn-Trip wird so nicht nur zu einer Reise in Woodys Vergangenheit, sondern vielmehr zur Suche nach Respekt und Anerkennung und vor allem nach etwas, wofür es sich lohnt, weiterzuleben.




    Filmstab

    Regie Alexander Payne
    Drehbuch Bob Nelson
    Kamera Phedon Papamichael
    Schnitt Kevin Tent
    Musik Mark Orton
    Produktion Albert Berger, Ron Yerxa

    Darsteller

    Woody Grant Bruce Dern
    David Grant Will Forte
    Kate Grant June Squibb
    Ed Pegram Stacy Keach
    Tante Martha Mary Louise Wilson
    Ross Grant Bob Odenkirk
    Onkel Ray Rance Howard
    Noel Missy Doty
    Cole Devin Ratray

    Kritiken

    www.programmkino.de: Dieter Oßwald: Wie üblich hält Payne bei seiner Geschichte souverän die Balance zwischen leiser Komik und warmherziger Melancholie.

    www.filmstarts.de: Carsten Baumgardt: „Nebraska“ ist eine so amüsante wie kluge, eine so schmerzhafte wie ergreifende Tragikomödie aus dem amerikanischen Herzland. Regisseur Alexander Payne erzählt in archetypisch-monochromen Schwarz-Weiß-Bildern ganz ruhig und einfühlsam von der Wichtigkeit von Träumen.

    www.spiegel.de: Andreas Borcholte: Der Film ist bevölkert von wunderlichen Landeiern, die Stimmung ist rührselig, aber nie kitschig - "Nebraska" ist ein gelungener, gefühlvoller Film.

    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Name
    nom 2013 Bester Film Albert Berger, Ron Yerxa
    nom 2013 Bester Hauptdarsteller Bruce Dern
    nom 2013 Beste Regie Alexander Payne
    nom 2013 Beste Nebendarstellerin June Squibb
    nom 2013 Bestes Originaldrehbuch Bob Nelson
    nom 2013 Beste Kamera Phedon Papamichael


    Wertungen

    4 Sterne
    1 Bewertungen
    Jahr/Land 2013 / USA
    Genre Tragikomödie
    Farbe/SW SW
    Film-Verleih Paramount Pictures
    FSK ab 6 Jahre
    Laufzeit 115 Minuten
    Kinostart 16. Januar 2014