Nachkriegszeit

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Nachkriegszeit

In den 1950er und 60er Jahren gab es zahlreiche Bestrebungen, den Film mit avantgardistischen Mitteln der Filmerzählung und Darstellungsform zu verändern und zu erneuern; auch gegen die Konkurrenz des Fernsehens galt es, neue Wege zu finden.

Dazu zählen in Frankreich die "Nouvelle Vague" (z.B. Jean-Luc Godard, François Truffaut, Claude Chabrol), der italienische Neorealismus (Luchino Visconti, Federico Fellini, Roberto Rossellini, Michelangelo Antonioni, Bernardo Bertolucci) oder auch die Filme von Alfred Hitchcock und Ingmar Bergman. Anknüpfend an diese Entwicklungen entstand in Großbritannien das "Free Cinema" (Tony Richardson) und in den USA das "New Cinema" (z.B. Robert Altman, Lindsay Anderson, Karel Reisz). Das Genre des Science-Fiction erhielt u.a. durch 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick neue Impulse.

In Westdeutschland entstanden nach Kriegsende zahlreiche Filme, die sich mit der Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit befassten, u.a. Des Teufels General (1955) und Die Brücke (1959) von Bernhard Wicki. Als Gegenbewegung zur Unterhaltungsfilm-Industrie entwickelte sich der "Neue Deutsche Film" (Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Alexander Kluge, Wim Wenders, Volker Schlöndorff); in der DDR drehten zahlreiche bedeutende Regisseure in den Studios der DEFA, u.a. Wolfgang Staudte und Paul Verhoeven in der Nachkriegszeit, seit den 70er Jahren Heiner Carow (Die Legende von Paul und Paula, 1973), Konrad Wolf (Solo Sunny, 1979) und Horst Seemann (Levins Mühle, 1980).

Die Entwicklung des Films wurde durch die großen und wirtschaftlich dominierenden amerikanischen Filmgesellschaften weitergetrieben, häufig jedoch unter überwiegend kommerziellen Gesichtspunkten. Einen eigenständigen Stil entwickelten Steven Spielberg, Martin Scorsese, Francis Ford Coppola und Woody Allen.

Von internationaler Bedeutung sind darüber hinaus Bille August (Dänemark), Luis Buñuel und Carlos Saura (Spanien), Sergio Leone als Vertreter des Italo-Westerns, Louis Malle, der die Tradition der französischen "Nouvelle Vague" fortführt, Roman Polanski und Krzysztof Kieslowski (Polen), Andrej Tarkowskij (Russland), Akira Kurosawa (Japan), Zhang Yimou (China) und Peter Weir (Australien).

Der europäische Film erhielt in den 1980er und 90er Jahren neue Impulse z.B. durch Stephen Frears, Peter Greenaway, Aki Kaurismäki, Detlev Buck, Sönke Wortmann, Lars von Trier, Thomas Vinterberg.

Besonders im amerikanischen Film ist die Beliebtheit von Spezialeffekten und Trickelementen ungebrochen; erfolgreich sind neben Katastrophenfilmen (Titanic, James Cameron), mehrteiligen Weltraum-Episoden (Krieg der Sterne, George Lucas) aufwändig inszenierte Historien-Dramen und epische Fantasy-Filme (Herr der Ringe-Triologie, Peter Jackson, nach einer Buchvorlage von J.R.R. Tolkien) sowie vollständig computeranimierte Filme (Toy Story, Die Monster AG, Shrek - Der tollkühne Held).

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