Michael Moore

Aus Film-Lexikon.de

US-amerikanischer Dokumentarfilmer, Journalist, Autor und Regisseur; * 23. April 1954 in Flint, Michigan

Der gesellschaftskritische Dokumentarfilmer und Autor Michael Moore ist als satirischer Verteidiger des Sozialliberalismus und als Globalisierungsgegner bekannt geworden. Gegner werfen ihm allerdings sachliche Fehler und Faktenmanipulation in seinen Werken vor.

Moore, der ursprünglich Priester werden wollte, wurde mit 18 Jahren mit der Wahl in das Davison board of education einer der jüngsten gewählten Volksvertreter in der Geschichte der USA. Vier Jahre später wandte er sich dem Journalismus zu und gründete die alternative Publikation "The Flint Voice".

Danach verschrieb er sich unter anderem dem Filmemachen. Seine mehrfach preisgekrönte Dokumentation "Roger & Me" (1989) beschäftigt sich mit den Arbeitsplatzkürzungen des Automobilkonzerns General Motors in Flint, Michigan (Moores Heimatort). In "Bowling for Columbine" (2002) nimmt Moore das Massaker an der Columbine Highschool in Littleton, USA, zum Anlass, der Waffen- und Gewaltkultur in den USA nachzugehen. Der Dokumentarfilm erhielt den Oscar als bester Dokumentarfilm, den Sonderpreis der Jury in Cannes sowie den César für den Besten Ausländischen Film. "Fahrenheit 9/11" (2004) untersucht Amerika nach den Terroranschlägen vom 11. September und stellt vor allem eine Abrechnung mit US-Präsident George W. Bush dar. Die Dokumentation wurde mit der Goldenen Palme, der höchsten Auszeichnung der Filmfestspiele von Cannes, ausgezeichnet.

Moores Satire-TV-Serie "TV Nation" (1994/94) erhielt einen Emmy. Außerdem führte er bei mehreren Musikvideos Regie, unter anderem für die Band "Rage Against the Machine".

Der Regisseur ist außerdem Autor erfolgreicher Non-Fiction-Bücher ("Stupid White Men", 2001; "Volle Deckung, Mr. Bush", 2003, Originaltitel: "Dude, Where's My Country?" u.a.).

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