Melinda und Melinda
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper FilmLexikon: In Melinda und Melinda ist Woody Allen wieder ganz in seinem Element: Eine Anekdote ist der Ausgangspunkt für eine Geschichte, die aus zwei gegensätzlichen Perspektiven - einer tragischen und einer komischen - elegant verschachtelt erzählt wird. Manhattan und seine urbanen Neurotiker bieten dem hervorragenden Ensemble Chiwetel Ejiofor, Will Ferrell, Jonny Lee Miller, Radha Mitchell, Amanda Peet, Chloë Sevigny und Wallace Shawn größtmögliche Entfaltungsmöglichkeiten. Die meisten der Woody Allen-typischen Themen werden auch hier durchdekliniert - die Zerbrechlichkeit der Liebe, eheliche Untreue, komplizierte Romanzen, die Unfähigkeit zu kommunizieren. Eine Figur im Film bringt es auf den Punkt: 'Er ist mutlos, er ist verzweifelt, er ist lebensmüde. Alle komischen Elemente sind vorhanden.'
Michael Winckler (Rhein-Zeitung 23. Juni 2005): Der Filmemacher legt in seinem jüngsten Werk ein atemloses Tempo vor. Melinda eilt in fiebriger Hektik auf der Suche nach Liebe und innerer Ruhe zwischen den Hauptsträngen des Films hin und her. Alle übrigen Figuren, mehr oder weniger intellektuelle Stadtneurotiker, überzeugen ebenso in ihren Rollen. Wie der Zuschauer es von Woody Allen gewohnt ist, plappern und diskutieren sie untentwegt, als hinge ihr Leben davon ab. Dabei sind die Dialoge der durchgeknallten, aber durchweg liebenswürdigen Gestalten pointiert, präzise und scharf in ihrer Beschreibung menschlicher Existenz. Für Melinda und Melinda hat Woody Allen alle Register seines Könnens gezogen.
film-dienst 13/2005: Dramatische Komödie, die Liebesfreud und -leid ihrer Protagonisten mal heiter-romantisch, mal tragisch-melodramatisch durchbuchstabiert. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die die Ehen von im Filmgeschäft tätigen Paaren nachhaltig durcheinanderbringt. Raffiniert verwebt der Film die Erzählstränge und entfaltet elegant ein Spiel um Liebe, Leid und Leidenschaft. Angesichts der wirtschaftlichen Sorglosigkeit der Protagonisten sprengt er freilich kaum den Rahmen einer unterhaltsamen Taschenspielerei.
Produktion
Letty Aronson für Gravier Produktion