Lohn der Angst
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: Ein Action-Thriller, der einem den kalten Schweiß der Todesangst über den Rücken jagt. Regisseur Henri-Georges Clouzot setzte mit diesem spannungsgeladenen Film Maßstäbe für das anspruchsvolle Action-Thriller-Genre.
VideoWoche: Einer der größten internationalen Erfolge des französischen Kinos, Beginn der Karriere von Yves Montand. Meisterwerk als einer der spannendsten Filme aller Zeiten, Muster an Präzision in permanenter Steigerung von Suspense-Situationen. Henri-Georges Clouzots grundsätzlicher Pessimismus wird in der ausführlichen Einführung in der drückenden Atmosphäre von Las Piedras deutlich. Das Remake von William Friedkin (1978) ist heute vergessen.
Lexikon des internationalen Films: Ein Klassiker des anspruchsvollen Spannungskinos, zugleich ein schockierendes Drama menschlicher Angst und Erniedrigung, dessen Helden - sentimentale Zyniker und weichherzige Rüpel - mit einer seltenen Intensität dargestellt werden.
Bemerkungen
Jedes Land hatte seine eigenen Vorstellungen davon, wie mit sozialkritischen Aspekten im Film umzugehen sei. Daraus entstand eine fast unüberschaubare Anzahl von Schnittfassungen: 1953: Original (F): 151 Minuten 1953: BRD: 150 Minuten 1954: USA: 138 Minuten 1957: DDR: 144 Minuten verschiedene TV-Fassungen: zwischen 124 und 127 Minuten 1999: DVD Criterion: 148 Minuten 2003: TV-Fassung ZDF: 144 Minuten 2004: DVD Concorde: 142 Minuten Die deutsche Fassung des Films, die 1953 mit 150 Minuten in die Kinos kam, wurde 2003 vom ZDF restauriert, allerdings war nur eine verkürzte Fassung aufzufinden. Die Originalsprecher waren verstorben, daher mussten die ergänzten Szenen mit anderen Sprechern nachsynchronisiert werden. Die 2004 veröffentlichte DVD der deutschen Langfassung wurde wieder um einige Minuten gekürzt (ZDF 2003: 144 Minuten, DVD Concorde: 142 Minuten). In der DDR lief der Film ab 1957 in einer DEFA-Fassung mit eigenen Synchronsprechern.
In den USA stand der Film 1954 auf dem Index, weil der Hauptdarsteller Yves Montand damals mit dem Kommunismus sympatisierte. Die us-amerikanische Fassung wurde auf 138 Minten geschnitten. Insbesondere wurden Szenen entschärft, in denen die Handlungsweise us-amerikanischer Firmen als ausbeuterisch dargestellt wurde.
Jean Gabin, der ursprünglich für die Rolle des Jo vorgesehen war, schlug die Rolle aus, weil er keinen Verlierer darstellen wollte.
In der Nähe von Uzès in der Camargue wurde das ganze Filmdorf Las Piedras aus Steinhäusern nachgebaut. Für das stimmige Lokalkolorit wurden die Statisten und Tiere (z. B. die in den Anfangsszenen sichtbaren Geier und Schaben) eigens aus Mittelamerika eingeflogen.
Zwischen den Dörfern Poulx und Pont St. Nicolas in der Provence liegt die Strecke, auf der die Lastwagen durch die Serpentinen fahren.
Das 1976 erstellte Remake "Sorcerers" von William Friedkin enthält keine sozialkritischen Aspekte und verlässt sich fast ausschließlich auf den Thrill, welche Herausforderung die Protagonisten als Nächstes zu meistern haben.
Produktion
Raymond Borderie, Henri-Georges Clouzot