Lila, Lila
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
kino.de: Realistisch-ironisch setzt Gsponer den filmisch geschriebenen Roman von Martin Suter um, entlarvt pseudo-intellektuelle Wortspielereien als aufgeblasenes Geplapper und die Literaturszene als Haifischbecken. Jeder schnappt sich ein Stück vom Kuchen, sonnt sich im Glanz des anderen. Man feiert sich und den schönen Schein und die Medien spielen mit. Verleger wollen literarisches Frischfleisch und Frauen Künstler und keine Kellner. Ganz wie im richtigen Leben. Henry Hübchen brilliert als heruntergekommener Herumtreiber mit herzerfrischenden One-Linern, sein Gegenpart Daniel Brühl darf den schüchterne Szene-Darling mimen, dem der Betrieb über den Kopf wächst. Die Kombination beider ist ein absoluter Glücksfall, wie auch die Verknüpfung von Tragikomik, Romanze und absurdem Theater, die Verbindung von großen Gefühlen und falschen Identitäten. Die akribische Arbeit bis zur achten Drehbuchfassung von Alexander Buresch macht sich im Resultat bemerkbar. Das unterschiedliche Ende in Buch und Film sollte bei diesem gefühls- und temporeichen Stück Kino nicht irritieren.
Produktion
Andreas Fallscheer, Henning Ferber, Thomas Sterchi, Marcus Welke, Sebastian Zühr