Liebe und andere Geschäfte
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: Mit einer internationalen Starbesetzung inszenierte Regie-Newcomerin Charlotte Brandstrom eine leichtfüßige, elegante Komödie über den Kampf der Geschlechter. Wie reagiert der Mann, wenn er im eigenen Metier Konkurrenz erhält, die dann auch noch erfolgreich an ihm vorbeizieht? Mit "Liebe und andere Geschäfte" ist der schwedisch-stämmigen Regisseurin mit Wohnsitz in Paris ein unterhaltsames Lehrstück über männliche Eitelkeit und weiblichen Überlebenswillen gelungen. Daß die Fronten da manchmal etwas arg schematisch gegeneinandergesetzt werden, verzeiht man dieser charmanten Komödie gerne. Hat Charlotte Brandstrom doch drei ungewöhnliche Schauspieler vor ihrer Kamera versammelt, die sich in bester Boulevardkomödientradition die Bälle zuspielen. Objekt der männlichen Begierde und - nicht nur - berufsbedingter Eifersucht ist die schöne Französin Carole Bouquet.
Treffpunkt Kino: Eine humorvolle Lektion für die Machos dieser Welt.
tip: Eine romantische Komödie über den Geschlechterkampf, ein Thema, das auch in den 90ern nichts an Aktualität eingebüßt hat.
Bemerkungen
Trotz ihrer Zusammenarbeit mit so bekannten Regisseuren wie Luis Bunuel, Werner Schroeter, Bertrand Blier und ihrer Rolle als Bond-Gespielin in dem 007-Abenteuer "In tödlicher Mission" ist die ausgebildete Schauspielerin Carole Bouquet erst richtig populär geworden als Werbeträgerin für das Luxusparfum "Chanel No. 5". In "Liebe und andere Geschäfte" konnte das als kühl und unnahbar abgestempelte Starmodel endlich beweisen, daß es auch über komisches Talent verfügt und durchaus mehr als nur eine schöne Fassade An Bouquets Seite bieten sich der US-Schauspieler Christopher Walken ("Die durch die Hölle gehen", "Batmans Rückkehr") und der britische Theaterstar Jonathan Pryce ("Brazil", "Carrington") einen unterhaltsamen Schaukampf um die Gunst der attraktiven Dame, die schließlich beiden Streithähnen einen Korb gibt.
Produktion
Xavier Larere, Clive Parsons, Davina Belling