Lampedusa
Aus Film-Lexikon.de
|
|
Inhaltsverzeichnis |
Kritiken
Dirk Jasper: Zwischen karger Erde und dem Azurblau des pelagischen Himmels erzählt das von Emanuele Crialese meisterlich inszenierte Mittelmeer-Epos die Geschichte einer Frau, die auf der Suche nach dem Glück alles wagt und durch die Liebe ihrer Familie zur Legende wird. Vital, faszinierend und sinnlich, aber auch von unbeschönigender Härte beschreibt er das Leben in einem Fischerdorf und einer widerspenstigen jungen Frau, die sich den Spielregeln dieser Gesellschaft nicht unterordnen will. Von Publikum und Kritik begeistert gefeiert wurde der Film auf den Filmfestspielen in Cannes 2002 mit dem Preis für den Besten Film ausgezeichnet.
filmecho filmwoche: Lampedusa ist ein einfacher Film, durchdrungen von der Sonne des Südens, geprägt von den Farben des Meeres und der staubig-felsigen Landschaft. Die mit kurzen, knappen Strichen gezogenen Charakterzeichnungen, die einfache, stringente Handlung, die Wechsel zwischen Lebensfreude und Depression, zwischen Familienidyll und Bigotterie Inszeniert Crialese mit erstaunlich lockerer Hand. (...) Ein dichter und rundum stimmiger Film, der den Zuschauer dank eines ebenso originellen wie poetischen glücklichen Endes beeindruckt und positiv gestimmt aus dem Kino entlässt.
Elle: Die Gesichter der Fischer, bärtig wie griechische Götter. Das Meer, die Sonne, eine gleißend helle, spröde Insel. Eine zu freie, zu sinnliche Frau stört das Gleichgewicht der Inselgemeinschaft. Sofort hat man eine mediterrane, neorealistische Vision. Ein authentischer, packender Film, der mit wenigen Worten auskommt - und die Rolle der Grazia ist Valeria Golino wie auf den Leib geschrieben.
Bemerkungen
Lampedusa ist nach dem in Sundance gepriesenen Once we were Strangers das zweite Werk des Regisseurs und Drehbuchautors Emanuele Crialese. Erste Aufführung: 23. Mai 2003
Dreharbeiten
Drehort war die Insel Lampedusa, die zwischen Sizilien und Nordafrika liegt. Gedreht wurde von Mai bis Juli 2001.
Produktion
Domenico Procacci für Fandango