Labyrinth der Leidenschaften
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Tip: anarchistisches Frühwerk, ... (eine) Persiflage auf Freud, Rockmusik und Politik, grell, ohne Respekt für Sitten, Moral und Filmgenres
Bemerkungen
Mit Filmen wie "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" von 1987 und "Fessle mich", zwei Jahre später entstanden, hatte der Spanier Pedro Almodóvar - Jahrgang 1951 - den Schritt vom cinéastischen Geheimtip zum international renommierten Regisseur getan. "Labyrinth der Leidenschaften" kam im Zug dieser Erfolge acht Jahre nach seiner Entstehung auch in die deutschen Kinos, nachdem die "temporeiche, vor nichts zurückschreckende Komödie" (The Daily News) zuvor in New York Publikum und Kritik begeistert hatte.
Er selbst sagte zu "Labyrinth der Leidenschaften": "Der Film ist von allen meinen Filmen am meisten der Pop-art verpflichtet. Es ist reiner Pop, ein Loblied auf den schlechten Geschmack, auf den alltäglichen Schrott, der dadurch zur eigenen Kunstkategorie wird, also zum Pop. Der Film trägt seinen Titel, weil es darin ebenso viele Liebesgeschichten wie Personen gibt, und sie entwickeln sich nicht gradlinig, sondern auf sehr verschlungenen Wegen. Es gibt ein chinesisches Sprichwort, in dem es heißt: Der Teufel geht immer geradeaus, und wer den geraden Weg vermeidet, verspottet den Teufel."