Katze im Sack
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Der Tagesspiegel, 24. Januar 2005: Florian Schwarz gewann den Drehbuchpreis für seinen mit nur 80.000 Euro produzierten Noir-Thriller Katze im Sack. Dabei war das komplizierte Script noch der schwächste Teil an einem märchenhaften Film, der vor allem visuell, mit herausragender Kamera, gutem Schnitt und Musik sowie seinen Darstellern – der aus dem Fernsehen bekannte Walter Kreye endlich einmal im Kino – überzeugt. Der Film verknüpft unter ständigen Perspektivwechseln das Schicksal von drei Personen, die sich in einer Nacht in Leipzig begegnen. Es geht um Einsamkeit, Grenzüberschreitung, vielleicht auch Sehnsucht. Katze im Sack ist jederzeit richtiges Kino, das sich von aller Fernsehästhetik gelöst hat, und schon durch seinen Mut, mit Konventionen zu brechen, Spaß macht. Im Einzelnen nicht ohne Fehler, ist das Ganze ein großer Wurf.
film-dienst 08/2005: Ein düsterer Film noir, der unter ständigen Perspektivwechseln die Verlorenheit seiner Protagonisten beschreibt, ohne gesellschaftspolitische Analysen anbieten zu wollen. Überragende Darsteller, eine überzeugende Kameraarbeit, sinnliche Eleganz und der Mut zu Pathos und Übertreibungen machen den Film zum Erlebnis.
Süddeutsche Zeitung 25. Januar 2005: Der Film ist eine Art Leipzig-Noir über Getriebene der Nacht mit einem tollen Walter Kreye als kaputten, Karaoke singenden Security-Mann. (...) Hier ist der Wille zu einem düster-romantischen Kino festzustellen, im Gegensatz zu all den pädagogischen Feelgood-Filmen.
Produktion
Alexander Bickenbach für Filmakademie Baden-Württemberg / Hessischer Rundfunk / Arte