Judi Dench

    Aus Film-Lexikon.de

    britische Schauspielerin; * 09. Dezember 1934 in York, North Yorkshire

    Dame Judi Dench; eigentlich: Judith Olivia Dench;

    Bevor sie ihre Karriere begann, nahm Judi Dench an der "Central School of Speech Training and Dramatic Art" Schauspielunterricht und wirkte bei Theaterproduktionen mit, zum Beispiel den "York Mystery Plays" in den 1950er Jahren. Im September 1957 hatte sie ihren ersten professionellen Bühnenauftritt mit der Schauspielergruppe "Old Vic Company" in Liverpool, bei dem sie die Ophelia in Shakespeares "Hamlet" spielte. In derselben Rolle stand sie später nochmals in London auf der Bühne. Bis 1961 tourte sie mit der Theatergruppe durch Großbritannien, Amerika, Kanada und Jugoslawien. Zu ihren Rollen zählten unter anderem die Katherine in "Henry  V." und die Julia in "Romeo und Julia".

    Danach schloss sie sich der "Royal Shakespeare Company" an, mit der sie innerhalb von Großbritannien erfolgreich war. 1968 bot man ihr überraschenderweise die Rolle der Sally Bowles in dem Musical "Cabaret" an. Judi Dench hatte nie zuvor in einem Musical mitgewirkt und besaß zudem eine recht markante Stimme, erntete jedoch viel Lob für ihren Auftritt. Nach diesem Erfolg schloss sie sich wieder der "Royal Shakespeare Company" an und etablierte sich über zwei Jahrzehnte hinweg als geschätzte Schauspielerin. Mittlerweile hat sie eine beachtliche Anzahl Theaterpreise gewonnen, unter anderem sechs "Laurence Olivier Awards". Als Krönung ihres Erfolgs erhielt sie 2004 den "Laurence Olivier"-Spezial-Preis für ihre Verdienste um das britische Theater.

    Neben ihrer Karriere als Schauspielerin war sie auch als Regisseurin am Theater tätig. Ihr Regiedebüt hatte sie 1988 mit dem Shakespeare-Stück "Viel Lärm um Nichts" ("Much Ado About Nothing").

    Ihren ersten Fernsehauftritt absolvierte Judi Dench 1978 zusammen mit Jeremy Irons in der BBC-Fernsehproduktion "Langrishe, Go Down", ein Theaterstück nach dem Drehbuch von Harold Pinter. 1995 erlangte sie durch ihre Rolle als M (Chefin des britischen Geheimdiensts) in dem James-Bond-Film "Golden Eye" internationale Bekanntheit. Sie wirkte seitdem in jedem James-Bond-Film mit.

    In den letzten Jahren ist die britische Schauspielerin erfolgreich wie nie. Hoch gelobt wurden ihre Leistungen in Filmen wie "Ihre Majestät Mrs. Brown" ("Mrs Brown", 1997), "Shakespeare in Love" ("Shakespeare in Love", 1998), für den sie 1998 den Oscar als Beste Nebendarstellerin erhielt, "Cocolat - Ein kleiner Biss genügt" ("Chocolat", 2000) oder "Iris" ("Iris", 2001), in dem sie die Hauptrolle der Schriftstellerin Iris Murdoch übernahm. Judi Dench verlieh ihre markante Stimme einigen animierten Charakteren, zum Beispiel in Disney-Animationsfilmen oder in der Kinderserie "Angelina Ballerina". Außerdem ist sie als Erzählstimme in verschiedenen Hörspielen tätig.

    1971 heiratete Judi Dench den britischen Schauspieler Michael Williams, mit dem sie in zahlreichen Theaterproduktionen zusammen auf der Bühne stand. Eine Tochter wurde 1972 geboren. 2001 starb Williams.


    Filmografie - Darsteller


    Auszeichnungen

    N/W Jahr Kategorie Film
    Oscar.jpg 1998 Beste Nebendarstellerin Shakespeare in Love
    nom 2005 Beste Hauptdarstellerin Lady Henderson präsentiert
    nom 2001 Beste Hauptdarstellerin Iris
    nom 2006 Beste Hauptdarstellerin Tagebuch eines Skandals
    nom 1997 Beste Hauptdarstellerin Ihre Majestät: Mrs. Brown
    nom 2013 Beste Hauptdarstellerin Philomena
    nom 2000 Beste Nebendarstellerin Chocolat