Joe Goulds Geheimnis
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: Eine Stadt erzählt ihre Geschichte(n) durch die Menschen, die in ihr leben. Auch mit seinem dritten Regiewerk nach BIG NIGHT und THE IMPOSTORS belegt Stanley Tucci mit seiner Arbeit vor wie hinter der Kamera eindrucksvoll, dass er zu den großen Ausnahmetalenten des unabhängigen US-Kinos zählt. Hochkarätig besetzt und mit viel Gespür für Zeitkolorit und Stadtgeschichte in Szene gesetzt, erzählt JOE GOULDS GEHEIMNIS von einem schrägen Original der Künstlerszene im Greenwich Village der vierziger Jahre, als Bohemiens und Dichter wie e.e. cummings und Ezra Pound, Maler wie Alice Neel, Bildhauer wie Gaston Lachaise und zahlreiche Galeristen das Viertel in eine pulsierende Atmosphäre des Aufbruchs tauchten. Mit beeindruckender Präsenz verkörpert Sir Ian Holm den Schriftsteller Joe Gould als einen Mann mit Ecken und Kanten, der sich nicht anpassen und unterordnen wollte (und wohl auch nicht konnte): ein genialer Freigeist, der es einem nicht leicht gemacht hat, ihm zu helfen und ihn zu lieben.
Cinema 2000-08: Der Reporter Joe Mitchell (Stanley Tucci) lernt den komischen Kauz Joe Gold (Ian Holm) kennen und wird ihn von da an nicht mehr los. Tucci skizziert liebevoll die New-Yorker-Künstlerszene der 40er Jahre.
TV Today 2000-17: Die exzellenten Darsteller entschädigen für die gelegentliche Behäbigkeit des Films.
Bemerkungen
Format: 35 mm, 1:1,85. Klang: Dolby SR/SRD. Videostart: 2001-03-20. Kaufkassette: 2001-06-19.
Produktion
Elizabeth W. Alexander, Stanley Tucci, Charles Weinstock