Jerichow
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
kino.de: Christian Petzold, Kopf der Berliner Schule, setzt seine Muse Nina Hoss im bekannten, ebenso spröden wie präzisen Minimalstil in Szene. Er schafft genaue Psychogramme seiner Figuren, die in einer verhängnisvollen Affäre verstrickt sind.
nordbayern.de: In der vom Regisseur favorisierten Kammerspiel-Form zeigt der wortkarge Beziehungs-Thriller, wie ein Leben ohne Perspektiven in die Katastrophe führt. Präzise und filmisch sehr ökonomisch taucht man – zunächst fast widerwillig – ein in ein Drama, das einem keine Fluchtmöglichkeit aus der frustrierenden Realität zwischen Abbruchhaus, Getränkemarkt und Dönerbude zugesteht. In diesem Sinn sind wir wie Petzolds Protagonisten für eineinhalb faszinierende Stunden in der Tristesse einer hoffnungslosen Situation gefangen. Ein spannender Film mit Bodenhaftung, brillant inszeniert und glänzend gespielt. Besser war Petzold lange nicht. Das Kinojahr fängt gut an!
faz.net: „Jerichow“ ist ein präzises Kammerspiel mit drei Figuren und einer Landschaft, wie man sie in Deutschland nur findet, wenn man ganz an den Rand fährt, dorthin, wo kaum noch jemand ist und wo die Ostsee so aussieht, als hätte kein Tourist je an ihrem Strand gesessen. ... Nina Hoss weiß, dass sie das Scharnier ist in der Männerbeziehung, Objekt wie die Frauen im klassischen Kino, das die Männer zusammenführt. Und so spielt sie das auch, nicht als die, die treibt, sondern die alles geschehen lässt, als hätte sie keine Wahl. Das ist ihr großer Irrtum.
Produktion
Schramm Film Koerner & Weber