Jedermanns Fest

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Jahr/Land 2002 / Frankreich, Deutschland, Österreich
Genre Drama
Film-Verleih Progress Film-Verleih GmbH
Kinostart 31. Oktober 2002
Regie Fritz Lehner
Drehbuch Fritz Lehner
Vorlage Paraphrase von "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal
Kamera Gernot Roll, Wolfgang Treu
Schnitt Juno Sylva Englande, Tanja Schmidbauer
Musik Peter Ponger
Länge 127 Minuten
Darsteller
Klaus Maria Brandauer Jan Jedermann
Juliette Gréco Yvonne Becker
Redbad Klynstra Daniel
Sylvie Testud Sophie
Alexa Sommer Isabelle
Veronika Lucanska Cocaine
Susan Lynch Maria
Piotr Wawrzynczak Jurek
Otto Tausig Jan Jedermanns Vater
Ellen Umlauf Salome

Kritiken

Frankfurter Zeitung: Der Kunstgriff des Regisseurs und Drehbuchautors, Vorher und Nachher zu verkehren, ist ebenso beeindruckend wie sein Talent unübersehbar bleibt, kein Ausstellen von Licht und Schatten, von Farbopulenz und edlem Schauplatz ... ohne Anspielung zu lassen.

Filmecho. Filmwoche: Jedes Bild wirkt wie ein Gemälde, ein Foto für die Ewigkeit von einer still stehenden, dekadenten Welt.

Die Welt: Die Kongenialität der Adaption des Jedermann-Stoffes liegt in der Form, die Lehner fand, in diesem Spiegelkabinett irrlichternder (Kamera)Blicke und (Regie)Gesten, die sich alle ad infinitum reflektieren, bis der Film selbst zum Spiegel geworden ist, zur planen Reflektionsfläche für den Zuschauer.

Bemerkungen

Grundlage von Fritz Lehners Film ist das allegorische Spiel „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ von Hugo von Hoffmannsthal (1874-1929). 1911 wurde es in der Inszenierung von Max Reinhardt im Berliner Zirkus Schumann uraufgeführt und 1920 anlässlich der ersten Salzburger Festspiele wiederaufgeführt. Bis heute – mit einer Unterbrechung unter den Nationalsozialisten – ist der „Jedermann“ Grundbestandteil der Salzburger Festspiele, weitere Jedermann- Festspiele (u. a. in Berlin, Hamburg, Erfurt und Nürnberg) haben sich etabliert. Viele große Darsteller, von Will Quadflieg bis Curd Jürgens, von Maximilian Schell bis Klaus Maria Brandauer (1983-1989) haben dem Salzburger „Jedermann“ einen jeweils eigenen, unverwechselbaren Stempel aufgedrückt.

Produktion

Veit Heiduschka, Star, Studio Babelsberg, Wega Film, WDR, ORF

  



 

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