Jedermanns Fest
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Frankfurter Zeitung: Der Kunstgriff des Regisseurs und Drehbuchautors, Vorher und Nachher zu verkehren, ist ebenso beeindruckend wie sein Talent unübersehbar bleibt, kein Ausstellen von Licht und Schatten, von Farbopulenz und edlem Schauplatz ... ohne Anspielung zu lassen.
Filmecho. Filmwoche: Jedes Bild wirkt wie ein Gemälde, ein Foto für die Ewigkeit von einer still stehenden, dekadenten Welt.
Die Welt: Die Kongenialität der Adaption des Jedermann-Stoffes liegt in der Form, die Lehner fand, in diesem Spiegelkabinett irrlichternder (Kamera)Blicke und (Regie)Gesten, die sich alle ad infinitum reflektieren, bis der Film selbst zum Spiegel geworden ist, zur planen Reflektionsfläche für den Zuschauer.
Bemerkungen
Grundlage von Fritz Lehners Film ist das allegorische Spiel „Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ von Hugo von Hoffmannsthal (1874-1929). 1911 wurde es in der Inszenierung von Max Reinhardt im Berliner Zirkus Schumann uraufgeführt und 1920 anlässlich der ersten Salzburger Festspiele wiederaufgeführt. Bis heute – mit einer Unterbrechung unter den Nationalsozialisten – ist der „Jedermann“ Grundbestandteil der Salzburger Festspiele, weitere Jedermann- Festspiele (u. a. in Berlin, Hamburg, Erfurt und Nürnberg) haben sich etabliert. Viele große Darsteller, von Will Quadflieg bis Curd Jürgens, von Maximilian Schell bis Klaus Maria Brandauer (1983-1989) haben dem Salzburger „Jedermann“ einen jeweils eigenen, unverwechselbaren Stempel aufgedrückt.
Produktion
Veit Heiduschka, Star, Studio Babelsberg, Wega Film, WDR, ORF