Jack
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: Nach der bislang längsten Regiepause seiner Karriere zaubert der fünfmalige Oscar-Preisträger und begnadete Geschichtenerzähler Francis Ford Coppola mit "Jack" eine wundervolle Tragikomödie auf die Leinwand. Robin Williams, dreimal nominiert für den Academy Award, spielt die ihm auf den Leib geschriebene Rolle eines 10jährigen Jungen, der durch einen (in dieser Ausprägung fiktiven) genetischen Fehler viermal schneller altert als andere Menschen. Durch erzählerische Wucht, einfühlsame Darstellungen und subtile Stilisierungen entsteht ein genauso rührendes wie amüsantes Märchen. Eine Parabel über Kindheit, Erwachsensein und Älterwerden, die - zärtlich beobachtend - tiefe Emotionen weckt. Die Geschichte eines Jungen, dessen Licht nur kurze Zeit zu brennen hat und der, genauso wie seine Umgebung, lernen muß, daß es aus diesem Grunde heller brennen muß.
TV Movie 12/1997: Die Erkenntnis dieser Parabel über Kindheit, Erwachsensein und Älterwerden: Das Leben ist kurz, drum nutze die Zeit. Von einem Regisseur, der einst mit „Apocalypse Now" Filmgeschichte schrieb, darf mal allerdings mehr als nur Platitüden erwarten. Immerhin: Robin Williams überzeugt in dem stromlinienförmigen Familienfilm als Mann, in dem ein kleiner Junge steckt. Eine Überraschung ist das aber nicht.
film-dienst 11/1997: Ein Plädoyer für intensivierte Lebenserfahrung im Angesicht des Todes, die für einen Kinder- und Familienfilm ernste Fragen aufwirft, die auf spielerische Art beantwortet werden; detailverliebt und in kleinem Rahmen inszeniert.
Bemerkungen
Videostart: 12. Dezember 1997. DVD: 1998-12-11.
Produktion
Ricardo Mestres, Fred Fuchs, Francis Ford Coppola