Immortal – New York 2095: Die Rückkehr der Götter
Aus Film-Lexikon.de
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Kritiken
Dirk Jasper: Immortal ist ein wunderbares, visuell überwältigendes Science-Fiction-Märchen, dessen futuristische Entwürfe sich mit Klassikern wie "Metropolis", Der Blade Runner oder Das fünfte Element messen lassen. Enki Bilal setzt darin die düstere, utopische Stimmung und den feinen Humor der ersten beiden Bände seines Comic-Zyklus' "Alexander Nikopol" - "La foire aux immortels" (dt. "Die Geschäfte der Unsterblichen") und "La femme piège" (dt. "Die Frau der Zukunft") - um. Mit einer Mischung aus Poesie, Humor und Spannung gelingt Immortal ein perfektes Zusammenspiel zwischen virtuellen 3D–Figuren und leibhaftigen Schauspielern. In Linda Hardy und Thomas Kretschmann hat der Regisseur die idealen Darsteller für die Helden seiner Geschichte gefunden. Linda Hardy ist eine zerbrechliche und geheimnisvolle Jill. Thomas Kretschmann spielt mit Sinnlichkeit und spielerischer Subtilität einen verführerischen und romantischen Nikopol. Damit gelingt es Immortal, ein faszinierendes Universum in einer Bildsprache zu erzeugen, die durch Realismus überrascht, gleichzeitig aber auch einen allgegenwärtigen Hauch des Phantastischen atmet und Platz für Irrationalität lässt
Kölner Stadt-Anzeiger: Ein weiterer grandioser Höhepunkt kommt aus dem französischen Animationskino: Immortal von Comic-Künstler Enki Bilal ist ein postapokalyptisches Science-Fiction-Szenario. Eine im Besten Sinne durchgeknallte Story mit atemberaubenden Bildern, die in den Schatten stellen, was das achtbare Mainstream-Kino ("I Robot") zu bieten hat.
film-dienst 11/2005: Düsterer, weitgehend digital realisierter Science-Fiction-Film nach einer Comic-Vorlage, der sich visuell an Klassikern des Genres orientiert und ohne Rücksicht auf narrative Ökonomie einem fröhlichen Eklektizismus aus religiöser Mythologie, biotechnologischer Apokalyptik, New-Age-Romantik und Elementen des Film noir frönt.
Produktion
Charles Gassot