Igby

Aus Film-Lexikon.de

Filmdaten
Original Igby Goes Down
Jahr/Land 2002 / USA
Genre Drama
Kinostart 01. Mai 2003
Regie Burr Steers
Drehbuch Burr Steers
Kamera Wedigo von Schultzendorff
Schnitt William M. Anderson
Musik Uwe Fahrenkrog-Petersen
Länge 98 Minuten
Darsteller
Kieran Culkin Jason "Igby" Slocumb
Susan Sarandon Mimi Slocumb
Jeff Goldblum D. H. Banes
Claire Danes Sookie Sapperstein
Ryan Phillippe Oliver Slocumb
Amanda Peet Rachel
Jared Harris Russel
Bill Pullman Jason

Kritiken

Dirk Jasper: Wie wird man erwachsen, aber nicht verrückt? Diese Frage hat wohl seit Harold und Maude keinen Teenager mehr auf so tragikomische Weise umgetrieben wie Igby. Im Stil der Seventies stolpert der verstörte Antiheld Igby durch das Regiedebüt von Burr Steers, der Igbys ebenso skurrile wie desillusionierende Odyssee durch das wahre Leben nach eigenem Drehbuch inszenierte. Hauptdarsteller Kieran Culkin (Gottes Werk und Teufels Beitrag) und Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon wurden für ihre Leistungen mit Nominierungen bei den Golden Globes im Januar 2003 geehrt. In Nebenrollen glänzen Claire Danes, Jeff Goldblum und Teenieschwarm Ryan Phillippe (Eiskalte Engel).

Kerstin Nacken (Rhein-Zeitung 2. Mai 2003): Traurige Geschichten erzählt man am besten mit Humor. Regisseur und Autor Burr Steers liefert mit seinem Leinwanddebüt eine beißende Sozialsatire, eine Milieustudie in der Tradition von J. D. Salingers Entwicklungsroman "Der Fänger im Roggen". In Igby karikiert er das Oberklassen-Amerika mit all seinen Insignien. (...) Niemand verkörpert diese Misere überzeugender als Susan Sarandon. Sie brilliert als überspannte, scharfzüngige Matriarchin Mimi. Sarandon schafft es, hinter der Fassade von Zynismus und Grausamkeit auch die Enttäuschung einer todkranken und einsamen Frau sichtbar zu machen. Neben ihr ist es vor allem Hauptdarsteller Kieran Culkin, der begeistert.

film-dienst 09/2003: Teenagerdrama, das eine Kunstwelt konstruiert, die sich eher an fiktiven Vorbildern als der aktuellen Lebenswelt orientiert und sich letztlich in Belanglosigkeit verliert.

Produktion

Lisa Tornell, Marco Weber für Atlantic Streamline / Crossroads

  



 

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