Ich bin dann mal weg

    Aus Film-Lexikon.de

    14218 plakat.jpg

    „Ich bin dann mal weg“ erzählt vom Suchen und Ankommen – manchmal schreiend komisch, aber auch bewegend und emotional. Nach einem Hörsturz, einer Gallenblasen-Operation und einem eingebildeten Herzinfarkt wird dem Entertainer Hape unmissverständlich klar, dass es so nicht weitergeht. Er nimmt sich ein halbes Jahr Auszeit und wandert auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela – auf der Suche nach … ja, nach was eigentlich? Nach Gott? Der Wahrheit? Sich selbst?

    Mit leichtem Ton und emotionaler Intensität beginnt eine spirituelle Abenteuerreise, die lange nachklingt. „Ich bin dann mal weg“ ist eine unterhaltsame Komödie mit Tiefgang, die ebenso Stoff zum Lachen wie zum Nachdenken bietet.




    Filmstab

    Regie Julia von Heinz
    Drehbuch Jane Ainscough, Christoph Silber, Sandra Nettelbeck
    Vorlage Hape Kerkeling
    Kamera Felix Poplawsky
    Schnitt Georg Söring, Alexander Dittner
    Musik Alexander Geringas & Joachim Schlüter (Score), Matthias Petsche (Original Songs)
    Produktion Nico Hofmann, Sebastian Werninger, Jochen Laube, Hermann Florin

    Darsteller

    Hape Kerkeling Devid Striesow
    Stella Martina Gedeck
    Lena Karoline Schuch
    Omma Bertha Katharina Thalbach
    Dörte Annette Frier
    Siri Inez Björg David
    Babbel Anna Stieblich
    Fernandel Rudolf Krause

    Kritiken

    www.kino-zeit.de Peter Osteried: Ich bin dann mal weg ist nicht nur eine Enttäuschung, vor allem ist er langweilig. Aber vielleicht ist er auch das filmische Pendant des Jakobswegs selbst. Man muss ein bisschen leiden, um ans Ziel zu kommen. Das Ziel hier ist natürlich nicht eine Form von göttlicher Erleuchtung, sondern einfach nur das Verlassen des dunklen Kinosaals ...

    www.spiegel.de Kaspar Heinrich: Zugegeben, bei jeder Literaturverfilmung muss eine Auswahl getroffen und die Vorlage verknappt, mitunter zugespitzt werden. Doch bei einem Stoff, dessen Themen Durchhaltevermögen, Entschleunigung und innere Einkehr sind, ist solch ein Schnelldurchlauf eben eine unglückliche Angelegenheit. Da bleibt, um im Bild zu bleiben, allzu vieles auf der Strecke.

    www.tagesspiegel.de Gunda Bartels: Ansonsten ist die mit regelmäßigen Rückblenden in Kerkelings Waisenkindheit (die Katharina Thalbach als kernige „Omma“ Bertha theatralisch dominiert) garnierte Tour von galoppierender Ereignislosigkeit.